Web 2.0

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Innovationen mit Social-Networking-Ansätzen und semantischen Technologien fördern

WissenNach der Studie „Wissensmanagement 2006-2010” des BITKOM kann Social-Networking unterstützt durch geeignete Werkzeuge die Innovationsleistung von Unternehmen erhöhen. Auch Lernangebote werden erheblich von Social-Networking-Lösungen profitieren. Die Autoren der Studie geben folgende Einsatzbeispiele als neue Impulse für zukünftige Intranetlösungen:

– Mitarbeiter informieren sich gegenseitig durch Bookmark-Sharing,
– die Expertise-Erkennung erfolgt durch semantische Verfahren wie „Tagging”,
– RSS oder ATOM-Feeds ermöglichen eine persönlich gesteuerte, effektive und feingranulare Informationsversorgung,
– eine gemeinsame Erarbeitung von komplexen Texten bis hin zur Erstellung von Wissensdokumentationen wird durch Wiki-Technologien unterstützt und
– Informationen werden durch Podcasting verbreitet, damit werden die Mitarbeiter unmittelbar adressiert.

Technologie- und Unternehmensprognosen für 2007

Feuerwerk Zehn Prognosen für 2007 zusammengestellt von Dion Hinchcliffe:

“1. Enterprise 2.0 and Office 2.0 will face off as leading new terms for online business software and no one will win.
2. A few high-profile misuses of Enterprise 2.0 will crop up but will fail to put much of a damper on things.
3. Effective enterprise search will emerge as a key prerequisite for Enterprise 2.0 success.
4. A surprisingly fierce battle will ensue between the big software makers and the small Enterprise 2.0 startups.
5. Consumerization of the enterprise will continue apace and will help drive Enterprise 2.0 adoption at the grassroots level.
6. Not a dent will be made in 2007 in the installed base of pre-existing collaborative tools such as e-mail, telephone, and IM.
7. It will be a make or break year for the first round of Enterprise 2.0 tools that add a process aspect.
8. Compliance tools will get the rug pulled out from under them as users flock to easier tools out of desperation.
9. A number of Enterprise 2.0 projects will see lower than expected returns due to excessive structure and low social interaction.
10. Despite the potential for other types of applications, blogs and wikis will dominate the Enterprise 2.0 landscape in 2007.”

Weitere Prognosen zum Thema siehe bei readwriteweb und bei socialwrite.

Machen Sie aus Prognosen Vorsätze. In diesem Sinne:
Alles Gute zum Neuen Jahr!

Value Proposition von Web 2.0 für eine Bank

Geld Die branchenspezifische Bestimmung der Value Proposition von Web 2.0 für eine Bank ist zwar keine leichte Aufgabe, aber es ist auch kein Geheimnis, dass vor allem die Finanzdienstleister im Bereich der Kundenorientierung eine Menge Nachholbedarf haben.

So sucht eine Bank verstärkt nach innovativen Vertriebskonzepten an der Kundenschnittstelle. Die im Zukunftsreport des Fraunhofer IAO beschriebenen Szenarien der Zukunft für Finanzdienstleister für das Community-Banking, Life-Assistance-Banking, Convenience-Banking oder High-Tech-Banking verlangen geradezu nach einem Einsatz von Web 2.0 Technologien, aber eben unter Berücksichtigung spezifischen Branchenverhaltens. Den Deutschen fällt es meist sehr schwer, emotionale, menschliche Beziehungen zu einem Geldinstitut aufzubauen. Über Geld redet man nicht gerne, vor allem nicht über Geldvermehrung, die Neid weckt, oder über das Geldverlieren, das eher Schadenfreude hervorruft, und ansonsten wird das Thema Geld von den Kunden äußerst rational betrachtet. Auch gibt sich eine Großbank nicht gerne sozial oder „Bottom-up”, beides Elemente von Web 2.0.

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Die Value Proposition von Web 2.0

Baylands_041031_001 Ein kleiner roter Wagen lässt sich heute nicht mehr als Innovation verkaufen (nur für Insider). Aber wie erklärt man einem Unternehmen, dass es am Generationswechsel von Web 1.0 auf Web 2.0 genauso wenig vorbei kommt, wie seinerzeit an der Umstellung von SAP R2 auf R3 bzw. in Zukunft auf mySAP. Nicht nur weil die Technologie innovativ ist, sondern weil das dahinterliegende Konzept eine neue Qualität in den Prozessen und Kosten-Nutzeneffekte für das Unternehmen verspricht. Weiterlesen

Kundenmanagement

Zum Thema Kundenmanagement werden folgende Beiträge empfohlen:

Göhring, Happ (2006): E-Channel Concept for Customer Relationship Management; 1. International Research Symposium EuroBlog am 17.03.2006 in Stuttgart:

Summary

Göhring, Michaeli (2006): Kundengemeinschaften im Web 2.0: Blogstrategien im Kundenmanagement; in Meißner, Engellen (Hrsg. 2006) Tagungsband: Virtuelle Organisation und neue Medien 2006; GeNeMe2006 am 28.09.2006 in Dresden:

Paper
Vortrag

Göhring, Happ, Müller (2006): Web 2.0 im Kundenmanagement; in Hildebrand, Hofmann (Hrsg. 2006): Social Software; HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik Heft 252, Dezember 2006, Seiten 55-65. Auszüge:

Zukunft des Internets – What is Web 2.0: Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software

Tim O’Reilly, Gründer und Geschäftsführer des O’Reilly Verlages, hat vieles, was es zum Thema Web 2.0 zu sagen gibt, in seinem Radar veröffentlicht. Sein Vortrag umfasst weitgehend auch bereits schon an anderer Stelle Gesagtes, angereichert mit aktuellen Beispielen. Eine deutsche ausführliche Version seines Beitrages zu “Was ist Web 2.0?” findet man hier.

Dennoch hat er auf dem 2. Dresdner Zukunftsforum sehr charismatisch rüber gebracht, was die inzwischen bekannten, Marketing-Slogan-ähnlichen Aspekte des Web 2.0 selbst nicht ausdrücken könnten:

  • Nicht Software-Anwendung sondern Informations-Anwendung.
  • Software as a Service (SaaS).
  • Internet nicht als Ergänzung zum PC sondern als Plattform.
  • Nutzbarmachung der kollektiven Intelligenz (Schwarmintelligenz versus Eliteintelligenz).
  • Open Source im Paradigmenwechel der “Alpha Geeks”.
  • User Added Value: Die Nutzer/Kunden zu Mitarbeitern des Unternehmens machen!
  • Netzwerkeffekte: “A platform beats the application, every time” – Web 2.0 Anwendungen bilden das Netzwerk!
  • Perpetual Beta: Software und Services als dynamischer “ongoing” Prozess.

Mehr von diesem Vortrag findet man hier: Tim O’Reilly: Der Web-Meister – manager-magazin.de

State of the Internet

Die Präsentation von Mary Meeker von Morgan Stanley auf der Web 2.0 Konferenz vom 7.-9. November 2006 in San Francisco liefert interessante Daten und Zahlen zur Entwicklung des Internet zum Web 2.0.

[slideshare id=9694&doc=the-state-of-the-internet-web-20-15661]

Web 2.0 – Ein neuer Schub für das E-Learning?

Bryan Alexander, Forschungsdirektor am “National Institute for Technology and Liberal Education (NITLE)”, befasst sich in diesem Artikel mit den Auswirkungen von Web 2.0 für die Lehre und das Lernen.

Er sieht den Begriff “Web 2.0” als weit weniger wichtig an als die Konzepte, Projekte und Einsatzmöglichkeiten, die dieses Thema heute vorantreiben. Neben Web-Projekten und neuen Services wie Blogs, Wikis, Trackback, RSS, Podcasting und Videoblogs, die auf eine Verknüpfung und Integration von Nutzern und Inhalten ausgerichtet sind, sieht er die Themen “Offenheit” und “Microcontent” im Kontext von Web 2.0 als entscheidend an. Ein weiteres Argument ist, daß durch eine bessere Nutzbarkeit dieser Technologien im Vergleich zu klassischen E-Learning-Lösungen die Eintrittbarrieren deutlich gesenkt werden.

E-Commerce 2.0 aus Kundensicht (Teil 4)

Chaine de services RSSTeil 4: RSS im E-Commerce 2.0

RSS, Really Simple Syndication, also wirklich einfach, aber dennoch vielleicht die Geheimwaffe für das Inhaltemanagement. RSS ist ein Format mit ungeahnten Möglichkeiten. Der Einsatz im E-Commerce wurde an anderer Stelle bezeichnet als ein „Natural Fit” und ist damit nicht mehr wegzudiskutieren. Einige Nutzungsaspekte im generellen und im speziellen für E-Commerce sollen im folgenden beleuchtet werden.

Verbreitung und Reichweite: Inhalte, Produkte, Personen, die über ein RSS Feed verfügen, werden über die Vielzahl an RSS Aggregatoren, Suchmaschinen und Directories schneller verbreitet und bekannt. Auch in „normalen” Suchmaschinen wie z.B. google oder yahoo erhält man dadurch ein höheres Ranking.

Erreichbarkeit: RSS Neuigkeiten und Inhalte erreichen die Nutzer, ohne dass sie auf die Website dieser Inhalte gehen müssen. Sie werden erreicht über ihre Reader, per E-Mail oder mobil (Handy, PDA oder iPod). Die Benachrichtigung funktioniert automatisch, sobald die Quelle neue Inhalte veröffentlicht.

Syndikation von Inhalten: Das sogenannte Content-Sharing wird mit RSS sehr einfach. Jeder Inhalt kann auf jeder anderen Website oder Portal weiterveröffentlicht werden. Inhalte lassen sich neu zusammenstellen. Das freie zur Verfügung stellen von Inhalten für Redakteure, Journalisten, Partner aber auch Internetnutzern schafft neue Formen der Inhalteveredelung, Inhalteaggregation und Kontextintegration. Diese Formen der Wiederverwertung schaffen Mehrwerte.

Informationsermittlung und Informationsmanagement: Inhalte und Informationen zu ausgewählten Themen gezielt recherchieren, organisieren und aggregieren und immer auf dem laufenden bleiben, wenn zu diesen Themen neues hinzukommt. RSS liefert die technische Basis dazu. Der Nutzer hat dabei die Möglichkeit, diese Inhalte in Blogs, Wikis, Newsreader oder anderen Web 2.0 Tools zu verwenden.

Inhalteformate: Es entstehen neue Nachrichtenformate durch die Fähigkeit des Aggregierens, Filterns und Kompilierens von Nachrichten-Auszügen aus dem Unternehmen und externer Nachrichtenticker. Neue Werbeformen entstehen durch RSS Werbeintegration und Feedbranding.

Diese Nutzungsprinzipien lassen sich hervorragend im E-Commerce einsetzen. Einige Aspekte dazu:

Für Promotions: neue Preise und Produkte, Angebote werden mittels RSS zeitnah und direkt zum Nutzer übermittelt. Derzeit genutzt wird diese Möglichkeit insbesondere von Reiseunternehmen, um Lastminute-Reisen, Billigflüge, Restplätze etc. zu vermarkten z.B. Travelocity  oder Orbitz. Anbieter im Medienumfeld wie z.B. Netzflix verteilen über RSS Feeds die Topverkäufe und die Neuerscheinungen von Filmen. Im deutschen Umfeld muss man nach Praxisbeispielen etwas länger suchen. Wiedermal ist eBay hier Vorreiter. Mit RSS-Feeds erhält man einfachen Zugriff auf Informationen bei eBay sowie eine schnelle Übersicht über neu hinzugekommene Änderungen und Aktualisierungen. Aber auch ein  Musikhändler yoosic aus Dresden bietet neben einem Blog auch im Shop RSS, zwar nicht im Shop, dafür aber im eigenen Blog an, und das schon länger als eBay.  Darüber kann man sich die Neuigkeiten zu Musikern, Labels zusenden lassen. Im Shop kann dann eingekauft werden.

Vehikel für das Branding: RSS Feeds sind Träger von Marketinginhalten und sorgen dafür, die Beziehung zum Nutzer aufzubauen und zu erhalten. Ein Unternehmen, das täglich ein neues Produkt anbietet und versucht, über RSS den Nutzer an sich zu binden, ist Woot.

Zur Leadgenerierung und im Relationship Management: Indem man unterschiedliche RSS Feeds für verschiedene Inhalte und Themen anbietet, lassen sich auch unterschiedliche Zielgruppen bedienen. So interessieren sich potentielle Kunden (Prospects) eher für Produkte, die populär sind und von anderen bereits genutzt werden, oder für Themen, die heiß diskutiert und Meinungen anderer gesucht werden. Bestandskunden dagegen möchten eher über neues zum Thema oder über ergänzende Produkte zu bereits gekauften Waren auf dem Laufenden gehalten werden.

Zur Vertriebsunterstützung oder in Backofficeprozessen: Identifizierte neue Kundenkontakte oder Leads eines Anbieters werden über eine RSS-Intranet-Lösung zu den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern übermittelt, die sich dann um den weiteren Verkaufszyklus kümmern können. Dieses Prinzip der Enterprise Syndication Solution (ESS) ist auf viele geschäftliche Anwendungen übertragbar, nämlich überall dort, wo es um real-time Informationen geht, die Verkauf, Service oder Support zur Folge haben. Case Studies dazu findet man unter Knownow.com.

Case Study-Links:

Was ist eine Enterprise Syndication Solution (ESS)? Link dazu hier.

Feed-Werbung: Werbeplätze verändern sich. Die Bannerwerbung wird abnehmen, dafür werden zunehmend die RSS-Feeds genutzt werden, um Werbebotschaften zu verschicken. Die Feeds erreichen in aller Regel nur die Nutzer, die diese auch abonniert haben und damit die Information wünschen. Ein Wunschtraum von jedem Werbeanbieter: nämlich eine Zielgruppe exakt zu erreichen. Gleichzeitig ist hier mehr als in jeder anderen Werbeform darauf zu achten, dass diese Werbung nicht aufdringlich wirkt, da Feeds sofort wieder abbestellt werden können. Wichtig dabei ist, dass der Umfang bzw. Textlänge und Kontext sinnvoll gewählt werden.

Bildung von Käuferkatalogen: Ein Konsument im Internet, nutzt in aller Regel verschiedene Kataloge und bedient sich in diversen Shops oder Portalen, bestellt bei vielen Anbietern, meist nach Preisvergleichen. Wenn jedes Produkt im Internet bzw. im Katalog mit einem RSS-Feed ausgestattet wäre, könnte sich jeder Nutzer selbst seinen Wunschkatalog aus vielen Katalogen, Websites, Portalen, Shops zusammenstellen und mit anderen Nutzern teilen. Die Quelle ist dabei irrelevant, bei Neuerungen oder Aktualisierungen würde sich automatisch der Katalog erneuern. Anwendungen sind im privaten Umfeld denkbar, aber auch bei kleinen Unternehmen, im Handel, bei Vereinen oder Verbänden.

Die technischen Voraussetzungen zur Realisierung von RSS-Commerce sind vorhanden, Ideen für Geschäftskonzepte gibt es ebenfalls schon. Innovative Unternehmen als Anwender  müssen davon aber erst noch überzeugt werden.

Web 2.0 – Was ist dran?

[Ratings]

Willi Schroll und Andreas Neef von z-punkt erläutern, was wirklich hinter dem Schlagwort aus der Technologie- und Nutzerperspektive steckt:

“Der Versionssprung von 1.0 auf 2.0 suggeriert Umwälzendes und zeugt von erstaunlichem Selbstvertrauen. Tatsache ist, dass auf der Basis offener Webtechnologien viele hundert neuer Anwendungen, Geschäftsideen und zahllose Web 2.0-Portale entstanden sind. (…)

Es resultiert eine Art von “Vernetzung zweiter Ordnung”, die in der User-Erfahrung mehr Dynamik und Interaktivität bedeutet. Insbesondere kann diese Basis genutzt werden, um die soziale Dimension auf neuem Niveau nutzbar zu machen. Eine zentrale Rolle kommt hier dem Leitbegriff von einer “Architektur der Partizipation” zu. Im Web 1.0 gab es zwar auch jede Menge Foren, Chats und Communities, aber die Technologien des Web 2.0 haben geradezu eine eingebaute Tendenz Inhalte, Orte, Menschen, Meinungen, Ereignisse zu vernetzen und so einen ganz neuen Raum von Produktivität, Interaktion und Miteinander aufzuspannen.”

Teil 1 befasst sich mit folgenden Themen:

  • Web 2.0 als Technologie
  • Die User-Perspektive auf Web 2.0
  • Schönes neues Web

Die Themen von Teil 2 sind:

  • Web 2.0 und die Medien – Mitmachen wird Mainstream
  • Web 2.0 und die Wertschöpfung der Community
  • Marketing 2.0 und Social Commerce