Führung

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Unternehmenskommunikation hat Nachholbedarf bei Social Media

Social Media Relations werden immer mehr zu einem wesentlichen Bestandteil professioneller Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf das strategische Themensetting. Unternehmensmedien dienen dabei generell der Identifikation und dem Commitment (Engagement), der Information und der Transparenz sowie der Interaktion mit Mitarbeitern, Kunden und anderen Stakeholdern.

Den Handlungsrahmen im internen Kommunikationsbereich beschreibt die folgende Definition am besten:

„Interne Kommunikation ist ein Instrument der Unternehmenskommunikation, welches mittels  klar definierter, regelmäßig oder nach Bedarf eingesetzter und kontrollierter Medien die  Vermittlung von Information sowie die Führung des Dialogs zwischen der Unternehmensleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sicherstellt.“ (Meier, Philip, 2002).

Im Hinblick auf die externen Zielgruppen der Unternehmenskommunikation ist die Zusammenarbeit mit den Medien ein zentraler Erfolgsfaktor. Gerade für die Unternehmensreputation gilt es heutzutage als große Chance sich mit meinungsführenden Bloggern und Twitter-Nutzern zu vernetzen.

Bevor ich auf die einzelnen Handlungsfelder und Maßnahmen genauer eingehe, möchte ich die Ergebnisse der Studien der letzten drei Jahre zur Rolle der Unternehmenskommunikation als Treiber für Enterprise 2.0 und Social Business auswerten:

Die Rolle der UN-Kommunikation bei der Einführung

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Blaupausen für Social Business

Bildnachweis: © Scanrail – Fotolia.comDer SID/FIT Social Media Report 2010/11 der Software-Initiative Deutschland e.V. (SID) stellt fest, dass Social Media in der Geschäftswelt angekommen ist. Kaum jemand bestreitet heute noch ernsthaft, dass Social Media-Plattformen wie XING, Twitter, Facebook, LinkedIn, Wikipedia und YouTube auch für die Geschäftswelt relevant sind. Mehr aus einer internen Perspektive werden vielfältigen Formen von Social Software wie Microblogs, Wikis, Blogs, soziale Netzwerke usw. bereits in einer Vielzahl von Unternehmen eingesetzt. In der Studie “Social Software for Business Performance” vom Deloitte Center for the Edge werden fünf Fähigkeiten von Social Software als besonders bedeutsam herausgestellt:

  • Expertise im Unternehmen identifizieren
  • Kommunikation und Austausch über organisatorische Grenzen hinweg ermöglichen
  • Institutionelles Wissen inhaltlich und kontextbezogen sichern
  • Verteiltes Wissen nutzbar machen
  • Neue Chancen entdecken

Mit der zunehmenden Popularität von Social Software in den Unternehmen wurden und werden immer neue Einsatzfelder erschlossen. Für Führungskräfte wird dadurch die Akzeptanz von Social Software nicht unbedingt erleichtert. Nicht nur dass dieser Personengruppe normalerweise ein tiefergehendes inhaltliches Verständnis für diese Plattformen und Softwareanwendungen durch eigene praktische Erfahrungen fehlt, die vielfältigen Möglichkeiten der geschäftlichen Nutzung von Social Software erschweren eine performance-orientierte und kontextgerechte Entscheidung. Deswegen haben wir uns vom centrestage-Team entschieden, mit unserer aktuellen Studie der Frage nachzugehen, was Unternehmen und Organisationen mit Social Software eigentlich machen und wie reale Anwendungsszenarien aussehen.

Dazu haben wir vorhandene Einzelfallstudien sowie vielfältiges Fallmaterial zur Nutzung von Social Software von 205 Unternehmen in einem empirisch untermauerten Ansatz ausgewertet. Bei der Suche nach realen Anwendungsszenarien haben wir zunächst knapp über 50 Blaupausen identifiziert, die wir dann in zehn Einsatzfelder zusammenfasst haben.

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3. Social Media Night Stuttgart

Die 3. Social Media Night Stuttgart am 06.04.2011 steht unter dem Thema “Enterprise 2.0”. Zu dieser Netzwerkveranstaltung wird Joachim Niemeier einen Vortrag mit dem Thema “Enterprise 2.0 – Fiktion und Wirklichkeit” beisteuern.

[Update 1] Die Charts des Vortrags “Enterprise 2.0 – Fiktion und Wirklichkeit” von Joachim Niemeier: (hier anschauen)

[Update 2] Impressionen von der Veranstaltung findet man hier, einen Mitschnitt des Vortrags: (hier anschauen)

Elevator Pitch zur Enterprise 2.0 Studie 2010

Es ist geschafft, heute haben wir unsere Enterprise 2.0-Studie veröffentlicht. Herzlichen Dank an alle, die uns in den letzten Tagen zu Vorab-Versionen noch wichtige Hinweise gegeben oder uns bei der Erstellung der Studie mit Fallstudienmaterial unterstützt haben. Jeder, der schon mal so eine Studie erstellt hat kennt das Gefühl: vieles, was man eigentlich als Bauchgefühl bereits wusste stellt sich einem jetzt logisch und rational in Zahlen dar. Und man entdeckt, dass man eigentlich noch viel mehr Dinge hätte untersuchen müssen. Man hat mehr neue Fragen als Antworten auf die alten.

Und dann gibt es noch diese Spezies von Menschen, die einen fragen, was denn jetzt die wichtigsten Punkte sind, die man gelernt hat. In 30 Sekunden bitte, sozusagen als “Elevator Pitch”. Ich versuche es mal:

  • Die Enterprise 2.0-Bewegung steht an einem entscheidenden Punkt. Konnte man bislang vor allem in Technik-Fans und Visionären aufgeschlossene Gesprächspartner finden, so sind es jetzt zunehmend Entscheider, die eine Lösung erst dann umsetzen, wenn ein konkreter Nutzen erkennbar ist. Man möchte nicht der erste sein, der sich die Finger verbrennt, deswegen ist man an Erfolgsbeispielen und Erfahrungen aus anderen Unternehmen und Organisationen interessiert.
  • Ein typischer Einstieg in Enterprise 2.0 ist das Wissensmanagement, gefolgt von den 2.0-Versionen der Intranets und Internets. Spannend ist, dass es scheinbar neue Wellen von Anwendungen auf Basis von Enterprise 2.0-Werkzeugen gibt. Hoch gehandelt werden aktuell die Bereiche Innovations- und Ideenmanagement sowie Time- to-Market. Und auch die HR-Bereiche scheinen aufzuwachen, man möchte für die Generation der Digital Natives attraktiv sein und befasst sich mit der Frage, wie man Enterprise 2.0 zum “Employer Branding” einsetzen kann. Was aus meiner Sicht fehlt? Im ganzen Bereich der betrieblichen Weiterbildung bin ich noch auf gute Fallbeispiele gespannt.
  • Technik – ja, das ist ein Thema! Enterprise 2.0 ist kein Abenteuerspielplatz mehr, sondern der Kern des Blutkreislaufes der Informationen im Unternehmen. Und wenn die Technik ausfällt … Daher kommen zunehmend kommerzielle Anbieter ins Spiel, wobei es auch interessante Projekte für IT-Dienstleister auf Basis von Open Source-Technologien geben dürfte.
  • Die aktive Mitwirkung von Führungskräften und dem Top-Management ist bei der Einführung von Enterprise 2.0 erfolgsentscheidend. Dazu sind aber Kompetenzen erforderlich, die in vielen Fällen erst entwickelt werden müssen. Qualifizierung rund um das Thema Enterprise 2.0 ist wichtig (sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeiter), aber genauso ein entsprechendes Change Management.

So, wir sind auf unserer Etage angekommen. Ob sich das ganze lohnt? Ja, absolut. Es kann keine Frage mehr sein, ob die Unternehmen Enterprise 2.0 realisieren sollen. Noch ist man bei der frühen Mehrheit und kann damit Wettbewerbsvorteile realisieren.

Es freut mich, dass Sie das Thema spannend finden und wir uns zügig ausführlich über die nächsten Schritte unterhalten werden.

Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen

Für das Buch “DNAdigital. Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen. Die Kunst, aufeinander zuzugehen” von Willms Buhse und Ulrike Reinhard durfte ich eine Konversation mit Martin Koser, frogpond und Frank Röbers, Synaxon AG, zum Thema CEO 2.0 beitragen. In unserem Gespräch geht um die Themen Führung, Digital Natives und geeignete Organisationsmodelle. Los geht es auf Seite 174.
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Enterprise und Interprise 2.0 bei der SYNAXON AG

Zwei Videos geben in komprimierter Form einen Eindruck, wie Enterprise 2.0 bei der SYNAXON AG realisiert wird. Das erste Video mit Frank Roebers, Vorstandssprecher der Synaxon AG, enthält spannende Aussagen zur Effizienz von Enterprise 2.0 sowie einen Ausblick auf die nächsten Entwicklungsstufen.

Die radikale Konsequenz von Enterprise 2.0 ist: Im Unternehmen darf jeder jederzeit jede Regel mit sofortiger Gültigkeit ändern.

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Funktioniert Web 2.0 in den Unternehmen?

Beiträge der Reihe: Enterprise 2.0 Forum 2008

Enterprise 2.0 ForumIch bin gerade über einen Tweet von Thomas Vander Wal gestolpert. Er schreibt in diesem Tweet, dass Web 2.0 in den Unternehmen nicht so gut funktioniert. Er meint damit wohl die Web 2.0-Prinzipien in Reinform. Denn der Tweet geht weiter! Seiner Meinung nach müssen die Vorgehensweisen und das Verständnis von Web 2.0 auf Unternehmen angepasst werden, dann funktioniert Web 2.0 sehr gut.

Das erinnerte mich an einige Aussagen von Arne Schümann, Geschäftsführer der Festo Didactic, in unserem Pre-Conference-Interview für das Enterprise 2.0-Forum. Dort sagte er u.a. zum Thema “Hierarchiefreiheit”:

Hierarchiefreiheit selbst wird es in den Unternehmen wohl kaum geben können. Aber die Führungskräfte werden lernen müssen, an einigen Stellen umzudenken. Der formale Status wird deutlich an Gewicht verlieren, die Führungsaufgaben selbst werden an Bedeutung gewinnen. So gesehen wird die Hierarchie in einer “guided autonomy” einen anderen Stellenwert bekommen.

Und zum Thema “Offenheit”:

Man muss akzeptieren, dass vollkommene Offenheit in Unternehmen gar nicht funktionieren kann. Vielmehr geht es darum, eine neue Balance zwischen den Informationen zu finden, die ein Unternehmen offen zur Verfügung stellt und denjenigen, die als Grundlage des Wettbewerbs vertraulich sein müssen. Themen wie “Peer Production” zeigen aber deutlich, dass Unternehmen hier aktiv werden müssen.

Oder aber zu den Treibern der Veränderung:

Enterprise 2.0 ist zwar ein Bottum up-Thema, aber es funktioniert überhaupt nicht ohne die Unterstützung von oben und auch nicht ohne die richtige Kultur im Unternehmen.

Aus meiner Sicht sind das sehr richtige und wichtige Beobachtungen. Web 2.0 trifft im Kontext von Unternehmen, formal gesprochen, auf stark verknüpfte Systemelemente, die wiederum stark mit der Umwelt verküpft sind. Und sowohl die Systemelemente als auch ihre Beziehungen ändern sich auf dem Weg zum Enterprise 2.0. Bildlicher verdeutlicht dies ein anderer Tweet von Vander Wal:

Spielend führen lernen

In der heutigen Print-Ausgabe des Handelsblatt findet man einen Artikel, in welchem behauptet wird:

“Erfolgreiche Gamer haben häufig auch Führungsqualitäten”.

Ist es jetzt notwendig, die Kandidaten bei Bewerbungsgesprächen in den Unternehmen nach Erfahrungen in MMOGs (Massive Multiplayer Online Games), MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Games) und Second Life zu fragen? Kann man Entwarnung bei besorgten Eltern geben, deren Kinder ihre Zeit nicht mehr vor dem Fernseher sondern im Internet verbringen? Müssen Unternehmen für die Zielgruppe der “Internet Generation”, die mit diesen Technologien und Anwendungen aufgewachsen ist, ganz andere Arbeitsumgebungen schaffen?

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