Architecture of Participation

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Enterprise 2.0: Sind die Potentiale von Social Software schon ausgereizt?

Im Rahmen des Confluence Community Day 2009 am 29. Oktober in Frankfurt/Main wurde ich gebeten, etwas zu den Potenzialen von Enterprise 2.0 zu sagen. Enterprise 2.0 ist als Begriff jetzt drei Jahre alt und wird heute als Thema in vielen Unternehmen diskutiert. In einigen Unternehmen wird damit experimentiert und in anderen hat es schon eine breite Akzeptanz gefunden. Aber noch längst sieht nicht jede Führungskraft ein, dass Enterprise 2.0 entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Daher geht es jetzt darum, den Nutzen nachzuweisen und aufzuzeigen, welche “echten” Probleme man mit Enterprise 2.0 lösen kann.

Ein großes Potenzial liegt in der Chance, betriebliche Anwendungen zu gestalten, die entweder die vorhandenen Lösungen einer “1.0-Welt” systematisch erweiteren oder, die es einem erlauben, “Dinge zu machen”, die man bislang nicht realisieren konnte. Was das sein könnte? Wissensmanagement, Projektarbeit und Projektmanagement, betriebliches Vorschlagswesen und Innovationsmanagement, Kundenintegration und Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbindung – und zufriedenheit, Personalentwicklung, Qualifizierung, Unternehmensplanung und Strategieentwicklung, Change Management, Führung. Die Liste an betrieblichen Anwendungen könnte man sicher noch verlängern. Alleine unser Denken, das noch zu häufig in den Mustern der “1.0-Welt” stattfindet, schränkt die Kreativität (noch) ein.

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Enterprise 2.0 – Visuell animiert!

Im Februar 2009 ist bei The McKinsey Quarterly der Artikel Six ways to make Web 2.0 work (Registrierung erforderlich) erschienen. In diesem Artikel wird erläutert,

  • für welche Zielsetzungen Unternehmen Web 2.0-Ansätze nutzen können,
  • welche Rahmenbedingungen beim Einsatz in den Unternehmen zu berücksichtigen sind und
  • welche weitreichenden organisatorischen Auswirkungen (insbesondere im Vergleich zur prozessorientierten IT der 90er Jahre) die neuen Formen der Zusammenarbeit und Partizipation haben können.

VizEdu hat diesen Artikel als Grundlage für eine lehrreiche Animation genutzt. Neben den Einsatzbereichen von Web 2.0 in Unternehmen enthält die Animation auch Fallbeispiele zum Thema Enterprise 2.0 sowie frühes Feedback von Lesern, das über Twitter (#web2.0work) erfolgt ist.

Wissensmanagement im Enterprise 2.0

Eigentlich wollte ich heute einen Post zu den gescheiterten Wiki-Projekten aus dem letzten Jahr schreiben. Schnell hatte ein engagierter Mitarbeiter ohne Unterstützung der IT-Abteilung ein Wiki installiert und seinen Kollegen und Chefs mit glänzenden Augen erzählt, was man damit jetzt alles anfangen könnte. Hinweise und Fragen im Hinblick auf eine inhaltliche Strukturierung, eine Mindestmenge an Inhalten für den Start, die Nutzbarkeit der Wiki-Syntax durch die Mitarbeiter, eine Einführungsstrategie u.ä. wurden damit abgetan, daß das alles im Web 2.0 auch nicht erforderlich ist. Und nun sieht man mit Erstaunen, daß es rund um das schöne Corporate Wiki im Unternehmen “verbrannte Erde” gibt und das ganze Projekt Gefahr läuft, auf der schon beträchtlichen Halde an gescheiterten IT-Projekten zu landen.

Als ich so im Sammeln der Argumente war, worin sich Web 2.0 und Enterprise 2.0 unterscheiden, ist mir die Präsentation “Der Wikipedia-Irrtum” von Simone Happ und Frank Wolf aufgefallen.

[slideshare id=915912&doc=wissensmanagement11-1231929686953638-3]

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Enterprise und Interprise 2.0 bei der SYNAXON AG

Zwei Videos geben in komprimierter Form einen Eindruck, wie Enterprise 2.0 bei der SYNAXON AG realisiert wird. Das erste Video mit Frank Roebers, Vorstandssprecher der Synaxon AG, enthält spannende Aussagen zur Effizienz von Enterprise 2.0 sowie einen Ausblick auf die nächsten Entwicklungsstufen.

Die radikale Konsequenz von Enterprise 2.0 ist: Im Unternehmen darf jeder jederzeit jede Regel mit sofortiger Gültigkeit ändern.

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Der Beitrag von Konsumenten für Nutzer-generierte Inhalte!

Mechanismen Nutzer-generierte InhalteAuch im Zeitalter der Nutzer-generierten Inhalte spielen die Konsumenten eine gewichtige Rolle, aber anders. Der Kommentar meines Kollegen Joachim Niemeier zum Beitrag über die Nielsen Regel im Blog von Communardo Human Network Competence veranlasst mich, das Thema auch hier nochmals aufzugreifen. Ich denke, es ist für Unternehmen sehr wichtig, zu verstehen, wie Inhalte im Netz funktionieren und welche Mechanismen dahinter stecken, um eigene Inhaltestrategien realisieren zu können. Inhaltestrategien sind unverzichtbar zur Gestaltung des Internetkanals und der Unternehmenskommunikation, wie auch zur Nutzung von Wissensmanagement und Lernprozessen im Intranet.

Untersuchungen haben gezeigt, dass ca. 2-6% der Internetnutzer dreiviertel der Internetinhalte, im urheberrechtlichen Sinne, bereitstellt:

“Die Bandbreite reicht von rund zwei Prozent der Nutzer bei Wikipedia oder Flickr bis knapp zehn Prozent bei Gnutella.” Quelle CIO.

Es kommt dabei aber nicht darauf an, ob es 1% laut Nielsen oder einige wenige Prozente sind. Das differiert je nach Popularität des Mediums im Internet.

Es kommt zunächst auch nicht darauf an, dass Unternehmen nun alle Hebel in Bewegung setzen müssen,
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Kooperative Technologien für eine Zusammenarbeit in neuen Dimensionen

Kishore S. Swaminathan, Chief Scientist von Accenture, veröffentlichte in der Januar Ausgabe des Outlook Journals in dem Beitrag “Not Your Father’s Collaboration” einen Analyseansatz, mit dem er erläutert, warum kollaborative Technologien eine “Killer Applikation” für die Transformation der Unternehmen sein werden.

Telepresence FrameworkEr argumentiert, dass bislang kooperative Technologien aus der Sicht der Charakteristik der Kommunikationskanäle entwickelt wurden. Als Vision stand dabei die Telepräsenz im Blickpunkt, die mit einer möglichst hohen Bandbreite in Verbindung mit einer möglichst geringen Verzögerung bei der medialen Übermittlung von Informationen realisiert werden sollte. Aber, so stellt Swaminathan fest, damit hat man wieder einmal einfach nur bekannte, bereits existierende Kommunikationskanäle “elektrifiziert”. Und ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass eine “Elektrifizierung der Ist-Situation” zwar möglicherweise die Situation verbessert, aber noch nie durchschlagende Ergebnisse gebracht hat.

Die neuen kooperativen Technologien, dazu zählt er bespielhaft Wikis, RSS, Social Networking und Twitter, ermöglichen dagegen Arbeits- und Interaktionsformen, die so bislang überhaupt noch nicht bestanden haben. Um diese kooperativen Technologien und ihre zukünftigen Auswirkungen auf die Unternehmen zu verstehen, führt er zur Analyse zwei neue Attribute für die Zusammenarbeit ein:

  • Reichweite: die Fähigkeit eines Individuums, die richtigen Menschen zu identifizieren und effektiv mit ihnen zusammenzuarbeiten (geographisch und organisatorisch).
  • Bewusstheit: die Fähigkeit eines Individuums, mit seinem Netzwerk an Kooperationspartner einen kontinuierlichen Informationsfluß sicherzustellen.

New capabilities with collaborative technologiesDie neuen sozialen Technologien umfassen attraktive Mechanismen um die Reichweite und die Bewusstheit in unserem Kooperationsnetzwerk zu erhöhen. Matt Mullenweg, der Kopf hinter WordPress, zeigt beispielweise mit Prologue, wie eine twitterähnliche Kooperation aussehen könnte. Ja aber … werden jetzt manche Kritiker sagen, muss es denn ausgerechnet Twitter sein, mit dem die Vision von der Telepräsenz ersetzt wird? Wir sollten einfach die ganze Bandbreite an kooperativen Technologien als ein zukunftsweisendes soziales Experiment ansehen, die Neuartigkeit der Wirkungen dieser Technologien akzeptieren und dabei helfen, durch deren kompetenten Einsatz in den Unternehmen ihre Transformation erfolgreich mitzugestalten.

Download des Artikels.

Microblogging für die berufliche Kommunikation

Todd Mintz beschreibt in seinem Beitrag Twitter: What Are You Thinking? vier Typen von Tweets (als Tweets werden die Kurznachrichten in Twitter bezeichnet, die eine maximale Länge von 140 Zeichen haben) für die berufliche Kommunikation:

  1. “What are you doing?”: Seiner Einschätzung nach nutzen von den Menschen, die ihn interessieren, nur 5 – 8% die ursprüngliche Absicht eines Tweets.
  2. “What are you sharing?”: Mit Tweets können über Links schnell und zeitnah Hinweise auf interessante Inhalte weitergegeben werden.
  3. “The conversation”: Tweets sind ein Medium, um eine öffentliche Konversation zu verfolgen und mitdiskutieren: “Twitter is a 21st century version of the 1950´s “Party Line” where anybody with an internet connection can “listen in” and participate.”
  4. “What are you thinking”: In Twitter kann man “laut nachdenken”. Aber sich Inspirationen holen und Hintergrundinformationen bekommen: “I follow many (..) Twitterers because I hope to get additional insights from them above and beyond their blogging & article writing. Also, their non-industry related thinking tweets are great in getting to know them better as individual.”

Das päzisiert inhaltlich sehr gut die im Beitrag Was ist dran am Twitter-Hype? beschriebene Formen, wie Twitter von seinen Nutzern verwendet wird. Todd Mintz gibt noch einen wichtigen Hinweis für eine erfolgreiche Twitter-Nutzung: es muss einem gelingen, eine Balance zwischen persönlichen, beruflichen und informativen Tweets zu finden.

Twitter: Ein Fall für die Entwicklung von Communities

centrestage on twitterTwitter! Schon wieder ein neues Tool in dieser Web 2.0 Welt, das nur sehr wenige in der Geschäftswelt überhaupt kennen. Wofür ist das gut, was macht man überhaupt damit, kann man damit Geld verdienen bzw. es wertschöpfend einsetzen. Ein Zeitvertreib für diejenigen, die offensichtlich zuviel Zeit haben. Das ist doch nur etwas für junge Leute, für Privatnutzer. Es gibt noch viele dieser scheinbaren Argumente gegen die neue Kommunikation im Internet. Man kann zwar versuchen, sich dagegen zu wehren, aber es sind einfach Tatsachen.

Ob Twitter, Pownce, jaiku, dodgeball, baluuu: Microblogging, ca. ein Jahr auf dem Markt, erfreut sich immenser Zuwächse. Allen voran Twitter, auf Deutsch Gezwitscher oder Zwitschern. Grund genug, diesem Phänomen nachzugehen. Die aktuelle wissenschaftliche Untersuchung “Why we Twitter: Understanding Microblogging Usage and Communities” von der Universität von Maryland und den NEC Labs veranschaulicht, welche Gründe es dafür gibt, dass Menschen twittern. Sie könnten ja genauso gut telefonieren, eMailen oder skypen (Internettelefonie). Das tun sie sicher auch, aber für eine ganz spezifische Form der Kommunikation nutzen sie nun Microblogging.

Das folgende Video liefert einen ausführlichen Einblick in die Anwendung von Twitter (37:07 Min.)

Corporate Learning 2015 MOOCathon – Woche 1: Twitter zum Lernen

Aufzeichnung der Live-Session “Twitter zum Lernen” am zweiten Tag der Auftaktwoche des #CL2025 https://colearn.de/cl2025/. Simon Dückert und Karlheinz Pape erläutern zunächst die Funktionen von Twitter, geben persönliche Erfahrungen mit Twitter als Lerntool wieder, und nennen Tipps für den Start mit Twitter.

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Prometeus-Die mediale Revolution

Erinnern Sie sich noch an EPIC 2014 und EPIC 2015 (englisch / deutsch)? Mit beiden Videos wurde ein viel beachteter und diskutierter Blick in die Medienzukunft gewagt.

Das Beratungsunternehmen Casaleggio Associati nimmt jetzt einen neuen Anlauf und stellt mit seinem Video ein Szenario vor, wie die Zukunft des Webs und der Medien in den nächsten 50 Jahren aussehen könnte. Der Blick in die Zukunft startet mit den Prosumern, den Millionen von gleichzeitigen Produzenten und Konsumenten in der Web 2.0-Welt. Wie Web 2.0 als Medium funktioniert hat uns vor kurzem Michael Wesch anschaulich in seinem Video “The Machine is Us/ing Us” vorgestellt. Die aktuellen Helden der Web 2.0-Welt – Google, Amazon und Second Life – werden in der Vision von Casaleggio Associati auch die grossen Gewinner in den kommenden Jahrzehnten sein.

Es wird bedeutsame Umbrüche im Geschäftsleben geben, auf ein “Copyright” kann sich z.B. ab dem Jahr 2020 niemand mehr berufen. Copyrights werden für illegal erklärt. Das Konzept der statischen Information wird durch das eines Wissenstrom ersetzt. Und um mit der ganzen virtuellen Welt an Informationen, Menschen und Orten zurecht zukommen braucht man den Agav, den “Agent-Avatar”. Und dazu führt Google Prometeus, das “Agav Interface” ein, kann sich mit diesem als Standard durchsetzen und wird im Jahr 2050 die anderen Player übernehmen.


Wird es so ausgehen? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Das Video findet deutliche Resonanz in der . Es ist auf alle Fälle wert darüber nachzudenken, wohin die Zukunft des Internets führen wird. Und vor allem, wie man als Unternehmen ab sofort diese Entwicklungen für seine eigenen Geschäfte nutzen kann – die wachsende Schar der Prosumer kann man als Unternehmen schon heute nicht mehr übersehen.

Interessante Beiträge zu diesem Video:

Zukunft des Internets – The New Definition of Personhood

Dr. Jaron Lanier, Internetvisionär, Wissenschaftler, Musiker, mit eigener und Biografie in Wikipedia, bekannt aus der Virtual Reality Welt und aus dem Abspann von Minority Report und seit dem Spiegel-Interview etwas umstritten. Neben vielen Beispielen präsentiert er auf dem Dresdner Zukunftsforum ein Beispiel aus Sicht der Geschäftswelt Second Life, eine virtuelle Welt, die als Spiel begonnen hat und inzwischen zu einem voll funktionierenden Marktplatz im Internet geworden ist, in dem man beispielsweise Immobilien oder Inseln kaufen kann. Zunehmend engagieren sich auch Firmen dort und kaufen sich ein, um die Kreativität dieser virtuellen Gestaltungswelt für die reale Welt zu nutzen.