Wissensmanagement

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Wenn die Unternehmenskultur nicht für soziale Medien geeignet ist

Im Harvard Business Review Blog gab es zum Ende des letzten Jahres einen interessanten Beitrag von Jeanne C Meister und Karie Willyerd. Dieser beschäftigte sich mit dem Thema, ob ein Unternehmen überhaupt für Enterprise 2.0 bereit ist. Beim Durchlesen dieses Beitrags ist mir eine Erfahrung aus einem Fotoshooting vor einigen Jahren als Geschäftsführer wieder in den Kopf gekommen. Da sagte der Fotograf doch ernsthaft, er hätte jetzt ein paar ganz gute Bilder gemacht, auf denen ich kompetent, aufgeschlossen und vertrauenswürdig dreinblicke. Aber es würde in einem Unternehmen nicht immer gut laufen, deswegen würde er jetzt gerne noch ein paar andere Gesichtsausdrücke von mir festhalten: “Wissen Sie, wenn in der Presse Personalabbaupläne ihres Unternehmens diskutiert werden, dann braucht man andere Bilder von ihnen”.

Hat Enterprise 2.0 noch eine Chance, wenn es mal nicht so gut läuft? Dieser Frage gehen Meister und Willyerd nach. Dazu bieten sie zwei Szenarien zum Test an und fragen hypothetisch, wie die Führungskräfte in einem Unternehmen wohl reagieren würden:

  • Eine Führungskraft bloggt öffentlich über aktuelle Personalreduktionsmaßnahmen, mit der positiven Absicht die Stimmung bei den verbleibenden Mitarbeitern zu unterstützen. Die entlassenen Mitarbeiter sind darüber erzürnt und der Blogbeitrag wird als unseriös und wenig einfühlsam angesehen.
  • In einem internen sozialen Netzwerk bekommt eine neue Dienstleistung des Personalmanagement schlechte Bewertungen und negative Kommentare. Der Leiter Personalmanagement möchte daraufhin, dass alle Kommentare gelöscht werden.

Die Art und Weise wie die Führungskräfte in einem Unternehmen auf diese beiden Szenarien reagieren, ist sehr aussagefähig über den Erfolg oder das Scheitern der Einführung sozialer Medien.

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Wie Web 2.0 unsere Arbeitswelt verändert

Zur Veröffentlichung seines neuen Buches “Enterprise 2.0: New Collaborative Tools for your Organization’s Toughest Challenges” gab Andrew McAfee in McKinsey Quarterly (eine kostenlose Registrierung ist zum vollständigen Abruf erforderlich) ein Interview. Ich möchte hier versuchen, seine wichtigsten Aussagen herauszuarbeiten und zu analysieren.

Wie fängt man mit Enterprise 2.0 an: Top-Down oder Bottom-Up?

Die Vertreter der Bottom-Up-Schule argumentieren, dass es ausreichend ist, die Web 2.0-Werkzeuge bereitzustellen und die weitere Entwicklung den Kräften der Selbstregulierung zu überlassen.  “If we build it, they will come” ist das Glaubenbekenntnis dieser Schule. Die Durchdringung des Unternehmens erfolgt dann von unten nach oben und das Management soll, falls es davon überhaupt etwas mitbekommt, allenfalls die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen.

Die andere Schule geht davon aus, dass eine Einführung Top-Down erfolgen muss. Die Unternehmensleitung muss zumindest signalisieren, dass diese neuen Arbeitsformen gewünscht sind und im Einklang mit den Zielen des Unternehmens stehen. Andernfalls würden sich die Mitarbeiter die ganzen Entwicklungen “von der Seitenlinie” aus anschauen und sich fragen, ob sich ein persönliches Engagement lohnt.

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Lernen zwischen Bildungsinstitution und Twitterwolke

Letzten Donnerstag 18. November 2009 nachmittag durfte ich auf dem Forum E-Society der FHS St. Gallen Impulse zum Thema Lernen im Web 2.0 und im Betrieb vortragen. Ein Kollege der FHS hat bereits dazu eine kurze Zusammenfassung geleistet.

Vortrag hier zum Durchblättern:

[slideshare id=2546963&doc=20091118lernen20fhsforumstgallen-091120105513-phpapp02]

Viele Bilder sind nicht selbsterklärend. Daher kann mein Vortrag mit zusätzlichen, erklärenden Notizen auf slideshare heruntergeladen werden.

Zusammenfassend ging es mir um folgende Bereiche:

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Twitternde Mitarbeiter: Funktioniert Microblogging auch in Unternehmen?

Vor wenigen Monaten war Twitter in der Öffentlichkeit noch ein unbekannter Dienst. In der Zwischenzeit haben viele Medien, vom Frühstücksfernsehen bis zu den Tagesthemen, vom Format- bis zum Wortradio, darüber berichtet und Twitter eine erfreuliche Popularität verschafft. Print-Medien erproben diesen neuen Informationskanal genauso wie Wissenschaftseinrichtungen und in Unternehmen wird überlegt, wie man diesen Kanal zur Unternehmenskommunikation nutzen kann.

Unter dem Schlagwort “Enterprise Microblogging” gibt es Überlegungen und erste Versuche, wie man im Unternehmen sinnvoll intern “twittern” kann. Zum Thema der “twitternden Mitarbeiter” habe ich ein Gespräch mit Dirk Röhrborn geführt. Dirk Röhrborn ist geschäftsführender Gesellschafter der Communardo Software GmbH und hat mit Communote einen neuen, innovativen Enterprise Micoblogging-Dienst entwickelt.

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Warum Web 2.0 in Unternehmen alleine nicht reicht

Heute wurde der zweite Teil der Präsentation “Wissensmanagement im Enterprise 2.0” veröffentlicht. “Die Endeckung des Menschen” ist die Botschaft. Die Präsentation zeigt, wie Social Software eingesetzt werden kann, sowohl Inhalte untereinander als auch Inhalte mit Menschen, vor allem aber Menschen miteinander zu verküpfen. In der Lerntheorie findet der Konnektivismus, eine Theorie zur Verknüpfung von spezialisierten Informationen in Netzwerken, zunehmend Aufmerksamkeit. Gerade Unternehmen, die mit sich ständig ändernden Umwelt- und Inweltverhältnissen leben müssen, wird es erfolgsentscheidend sein, die Verküpfungen im Netzwerk gezielt mit Web 2.0-Werkzeugen zu unterstützen und zu gestalten. Die Konnektivismus-Theorie von George Siemens aus dem Jahr 2004 ist also auch für Organisatoren und Führungskräfte interessant.

[slideshare id=938089&doc=teil-2-die-entdeckung-des-menschen-1232556269347551-1]

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Microblogging zur Projektkommunikation

Auf der KnowTech2008 habe ich aus unserem Projekt Lernet 2.0 berichtet. Es ging mir dabei weniger darum, die Services, die wir für die Lernet-Community entwickeln und bereitstellen, vorzustellen. Es ging mir dort darum, die Möglichkeiten für den Einsatz von Web 2.0 Tools in der täglichen unternehmensinternen als auch –übergreifenden Projektarbeit aufzuzeigen. Wir verwenden im Projektteam Anwendungen fürs Projektmanagement, für die Releaseplanung, für das Anforderungsmanagement, für die Kommunikation, für die Zusammenarbeit und dabei nutzen wir Web 2.0 Services.

[slideshare id=654249&doc=knowtech2008-1223890049817320-8]

Wenn man ein Web 2.0 Projekt gemeinsam aufsetzt und Web 2.0 Anwendungen erarbeitet und entwickelt, bietet sich an, auch für die Teamprozesse im Projekt Web 2.0 Tools einzusetzen. Das Projektteam erlebt dabei selbst, welche Möglichkeiten Web 2.0 bietet und es fördert das Bewusstsein für den Umgang mit Web 2.0 für die zu erstellenden Produkte und das Projektergebnis.

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Enterprise Microblogging: Im Intranet twittern

Wie bei vielen Web 2.0-Werkzeugen war es auch bei Twitter nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand die Frage gestellt hat: “Was kann man damit in einem Unternehmen anfangen?” und die Suche nach Lösungen, die hinter dem Firewall eines Unternehmens nutzbar sind, beginnt. Jetzt sind wir mitten in diesem Thema drin: Jeremiah Owyang hat eine Übersicht zu den Enterprise Microblogging-Tools erstellt und Yammer ist als Microblogging-Dienst, der den Twitter-Ansatz im Kontext der Unternehmenskommunikation nutzt, Gewinner der diesjährigen TechCrunch50. Aber auch an fachspezifischen Twitter-Formen, wie etwa Edmondo als Microblogging-Tool für den Lernbereich oder Brokerz, eine Microblogging-Plattform für Börsianer, wird gearbeitet.

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Managementwerkzeuge: Fashion or Fit?

rlogo Die Unternehmensberatung Bain & Company untersucht seit dem Jahr 1993 weltweit, welche Managementwerkzeuge, gegliedert nach Branche, Unternehmensgrösse und Region, in den Unternehmen genutzt werden, wie zufrieden die Unternehmen damit sind und welche Trends in der Unternehmensführung erkennbar sind.

Die folgenden 25 Managementwerkzeuge wurden aufgrund der Relevanz für das Management und der Aktualität in die aktuelle Analyse “Management Tools and Trends 2007” einbezogen:

Balanced Scorecard, Benchmarking, Business Process Reengineering, Collaborative Innovation, Consumer Ethnography, Core Competencies, Corporate Blogs, Customer Relationship Management, Customer Segmentation, Growth Strategy Tools, Knowledge Management, Lean Operations, Loyalty Management Tools, Mergers and Acquisitions, Mission and Vision Statements, Offshoring, Outsourcing, RFID, Scenario and Contingency Planning, Shared Service Centers, Six Sigma, Strategic Alliances, Strategic Planning, Supply Chain Management, Total Quality Management.

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Wikis im Projekteinsatz

What Is a Wiki (and How to Use One for Your Projects) of Tom Stafford and Matt Webb on exploring organizational wiki use:

“Wikis are at their best when a small number of people are working intensely on related material. They’re messy, immediate, and a powerful way of sharing thinking space with your collaborators. Once you’ve used a wiki for a project, you’ll find it hard to go back to regular methods. You’ll find yourself using wiki syntax in emails, and your own WikiWords in conversation. Using the wiki as your notebook will ensure you don’t lose the seeds of good ideas, and spending time browsing and gardening will keep those ideas returning when you need them. Most of all, you’ll find that having a shared memory on a large project moves the administrivia out of the way and lets you concentrate on the real job.”