Innovation

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The Power of Less – Weniger ist mehr

Tim O’Reilly sprach auf der Web 2.0 Expo in San Francisco über die Zukunft des Web 2.0 und dessen Potentiale für die Unternehmen in der aktuellen wirtschaftlichen Situation. In seiner Keynote erinnerte er an die Entstehung des Internets und auch daran, wie der Begriff Web 2.0 entstanden ist. Der Begriff sollte nicht eine Versionierung des Webs bezeichnen, sondern war vielmehr eine Reaktion auf das Platzen der Dotcom-Blase und den danach neu entstandenen Internetanwendungen mit ihren neuartigen Eigenschaften.
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Kooperative Technologien für eine Zusammenarbeit in neuen Dimensionen

Kishore S. Swaminathan, Chief Scientist von Accenture, veröffentlichte in der Januar Ausgabe des Outlook Journals in dem Beitrag “Not Your Father’s Collaboration” einen Analyseansatz, mit dem er erläutert, warum kollaborative Technologien eine “Killer Applikation” für die Transformation der Unternehmen sein werden.

Telepresence FrameworkEr argumentiert, dass bislang kooperative Technologien aus der Sicht der Charakteristik der Kommunikationskanäle entwickelt wurden. Als Vision stand dabei die Telepräsenz im Blickpunkt, die mit einer möglichst hohen Bandbreite in Verbindung mit einer möglichst geringen Verzögerung bei der medialen Übermittlung von Informationen realisiert werden sollte. Aber, so stellt Swaminathan fest, damit hat man wieder einmal einfach nur bekannte, bereits existierende Kommunikationskanäle “elektrifiziert”. Und ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass eine “Elektrifizierung der Ist-Situation” zwar möglicherweise die Situation verbessert, aber noch nie durchschlagende Ergebnisse gebracht hat.

Die neuen kooperativen Technologien, dazu zählt er bespielhaft Wikis, RSS, Social Networking und Twitter, ermöglichen dagegen Arbeits- und Interaktionsformen, die so bislang überhaupt noch nicht bestanden haben. Um diese kooperativen Technologien und ihre zukünftigen Auswirkungen auf die Unternehmen zu verstehen, führt er zur Analyse zwei neue Attribute für die Zusammenarbeit ein:

  • Reichweite: die Fähigkeit eines Individuums, die richtigen Menschen zu identifizieren und effektiv mit ihnen zusammenzuarbeiten (geographisch und organisatorisch).
  • Bewusstheit: die Fähigkeit eines Individuums, mit seinem Netzwerk an Kooperationspartner einen kontinuierlichen Informationsfluß sicherzustellen.

New capabilities with collaborative technologiesDie neuen sozialen Technologien umfassen attraktive Mechanismen um die Reichweite und die Bewusstheit in unserem Kooperationsnetzwerk zu erhöhen. Matt Mullenweg, der Kopf hinter WordPress, zeigt beispielweise mit Prologue, wie eine twitterähnliche Kooperation aussehen könnte. Ja aber … werden jetzt manche Kritiker sagen, muss es denn ausgerechnet Twitter sein, mit dem die Vision von der Telepräsenz ersetzt wird? Wir sollten einfach die ganze Bandbreite an kooperativen Technologien als ein zukunftsweisendes soziales Experiment ansehen, die Neuartigkeit der Wirkungen dieser Technologien akzeptieren und dabei helfen, durch deren kompetenten Einsatz in den Unternehmen ihre Transformation erfolgreich mitzugestalten.

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Relaunch von Websites

Für Unternehmen, die ihre Websites neu gestalten und für den Relaunch eine Kommunikationsstrategie realisieren möchten, mit der Navigation, Interaktion, Kommunikation und Einbindung des Internetnutzers ermöglicht bzw. verbessert werden soll.

Das Whitepaper zeigt auf, wie Websites von morgen sicher nicht mehr sein werden und wie sie sein sollten. Es werden Gestaltungsansätze zukünftiger Websites beschrieben und neue Kommunikationskonzepte mit Web 2.0 vorgestellt.

Banken und Innovation

bank20_logo.jpgDie Innovationstage Bank & Zukunft am Fraunhofer IAO in Stuttgart haben stattgefunden. Viele Experten aus Wissenschaft und Praxis haben zum Thema “Industrialisierte Prozesse und Szenarien für den Finanzvertrieb” Stellung bezogen und aus der eigenen Geschäftspraxis berichtet. Über Themen, die dort zur Sprache kamen, soll hier berichtet werden. Detailinformationen sind beim Innovationsforum des IAO erhältlich.

Innovation war das Schlüsselwort der Innovationstage am Fraunhofer IAO und ist auch Ziel ihres Projektes Bank & Zukunft. Das Summary der IAO-Trendstudie steht hier zum Download bereit.

Innovationen zeichnen sich ja dadurch aus, dass eine gute Idee nicht nur in der Schublade verbleibt sondern am Markt sichtbar wird. Welche Trends sind erkennbar?

Bei den Banken verändert sich zunehmend das Innovationsverständnis. Die bislang eher nach innen gerichtete Sicht, Innovationen zu entwickeln, öffnet sich nach außen und bezieht Mitarbeiter, Öffentlichkeit, Partner und Kunden mit ein.

Innovationsverständnis

Nachdem erwiesen ist, dass Innovationen maßgeblich von Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden kommen, werden neue Kooperationsmodelle, die die Zusammenarbeit und die Beziehungen zwischen diesen Personengruppen fördern, zum Gestaltungsparameter für Innovationsentwicklungen. Noch fehlt es zwar vielerorts an einem systematischen Innovationsmanagement, aber die Notwendigkeit wurde erkannt und die strategischen Vorbereitungen sind im Gange.

Die wichtigsten Innovationen für die Bank der Zukunft sind:

  • Prozessinnovationen und
  • Vertriebsinnovationen.

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Banken und Vertrieb

bank20_logo.jpgDie aktuelle Banken-Studie des Fraunhofer IAO ermittelte die derzeit wichtigsten Projekte und Themen von Banken, die mit hoher Priorität angegangen werden müssen. Im Vordergrund der Maßnahmen steht die „Vertriebsintensivierung“ sowohl in Richtung Kunden durch Kundenbindungsprogramme und neue Kundenkanäle als auch in Richtung der internen Bankenprozesse durch Reorganisation von Strukturen und Prozessen im Vertrieb bis hin zu neuen Rollen von Vertriebsmitarbeitern.

Ergebnisse Bankenstudie

Nach dem Vorbild von Lean Production und Business Reengineering geht es den Banken dabei um die Industrialisierung ihrer Geschäftsprozesse zur Verbesserung von Produktivität und Qualität. Dabei können wir heute aus den Erfahrungen der anderen Branchen lernen, dass Prozessautomation auf der Anbieterseite nicht automatisch auch mit Verbesserungen auf der Kundenseite und damit höherer Kundenzufriedenheit verbunden ist. Das Ergebnis der Untersuchung von Jones und Womack (Lean Solutions – Wie Unternehmen und Kunden gemeinsam Probleme lösen) sieht anders aus: so sind beispielsweise im E-Commerce trotz Shopsystemen, Katalogen und Warenkörben 70% der Zeit beim Einkaufen für die Kunden verschwendet.

Was wird passieren?

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Die Value Proposition von Web 2.0

Baylands_041031_001 Ein kleiner roter Wagen lässt sich heute nicht mehr als Innovation verkaufen (nur für Insider). Aber wie erklärt man einem Unternehmen, dass es am Generationswechsel von Web 1.0 auf Web 2.0 genauso wenig vorbei kommt, wie seinerzeit an der Umstellung von SAP R2 auf R3 bzw. in Zukunft auf mySAP. Nicht nur weil die Technologie innovativ ist, sondern weil das dahinterliegende Konzept eine neue Qualität in den Prozessen und Kosten-Nutzeneffekte für das Unternehmen verspricht. Weiterlesen

“Wir haben noch nicht viel von dieser Zukunft gesehen und verstanden” – Ein Resümee zum 2. Dresdner Zukunftsforum

Von links nach rechts: Frank Schoenefeld, Joachim Niemeier, Tim O'ReillyWichtige “Lessons Learned” aus den Vorträgen der Referenten des 2. Dresdner Zukunftsforums hat Prof. Joachim Niemeier in seinem Resumee wie folgt zusammengefasst:

Die von Richard Scase vorgestellten Fakten belegen klar, wie Indien und China auf dem Vormarsch in der globalen Wirtschaft sind. Zukünftig dürfen die geschäftlichen Aktivitäten mit diesen Ländern angesichts des expotentiellen Wachstums nicht nur unter dem “Outsourcing” und “Low Cost Factory” betrachtet werden. Im 21. Jahrhundert werden sich bestehende Geschäftsmodelle dramatisch verändern und bisherige Erfahrungen kaum eine Gültigkeit mehr haben. Es wird das Jahrhundert der kleinen Unternehmen werden, die aber auch in der Lage sind, global zu agieren.

Curtis R. Carlson argumentierte, daß allein schon zu überleben für ein Unternehmen schwer ist – das zeigt sich deutlich in der abnehmenden Lebensdauer der Großunternehmen. Innovation ist der einzige Weg für ein Unternehmen um dauerhaft erfolgreich zu sein. Obwohl jeder CEO sofort die Bedeutung von Innovationen für den Erfolg bestätigen wird, könnten die wenigsten dazu eine systematische Vorgehensweise in ihren Unternehmen aufzeigen.

Angesichts der Resonanz in der Blogosphäre auf sein aktuelles Spiegel-Interview stellte sich Jaron Lanier als einen “freundlichen Kritiker” der aktuellen Entwicklungen im Internet vor. Das Primat von Gruppen und Teams im Web 2.0-Zeitalter ist häufig ein Mythos. Individuen sind häufig einfach besser, nur ist es recht unwahrscheinlich, dass man diese Personen im Unternehmen immer zur Verfügung hat. Daher wird in Unternehmen wohl beides benötigt werden: Schwarmintelligenz und Elite bzw. Einzelintelligenz. Ein Unternehmen muss daher eine geeignete Arbeitsumgebung schaffen, die sowohl für hochkreative Einzelkämpfer und Leitwölfe als auch für kooperierende Teams geeignet ist. Die Warnung vor einem fanatischen, vollständigen Glauben an die Macht der Technologie ist berechtigt, insbesondere, wenn damit die Stimme des Einzelnen und seine Kreativität unterdrückt werden.

Tim O`Reilly machte deutlich, daß Software immer weniger als ein Produkt zu verstehen ist, sondern vielmehr zum Prozess wird. Während Software bislang vor allem die Konzepte der Entwickler abbildete, stehen nun immer deutlicher die Handlungen der Anwender im Zentrum. Kurze Entwicklungszeiten und Netzwerkeffekte verstärken diese Trends.

Die Empfehlung von Joachim Niemeier zum Schluss der Veranstaltung lautete, jetzt die Web 2.0 Ansätze auch in den Unternehmen einzusetzen. Für viele Unternehmen sind Web 2.0-Ansätze häufig noch eine unbekannte Größe, eine Situation, die mit der Nutzung des Internets in den Unternehmen im Jahr 1996 vergleichbar ist. Manch ein Entscheidungsträger wird die damit zusammenhängenden Veränderungen von Strukturen und Prozessen, insbesondere aber auch der Kultur in den Unternehmen, eher kritisch sehen. Die in den Vorträgen von Richard Scase und Curtis R. Carlson beschriebenen Veränderungen in der Wirtschaft legen aber dringend nahe, das Thema Web 2.0 in den Unternehmen auf die Tagesordnung zu nehmen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es jetzt, zügig Erfahrungen zu sammeln und die Nutzenpotentiale in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen zu erschließen. Wir haben zwar noch nicht viel von dieser Zukunft gesehen und verstanden, aber die Zukunft hat bereits begonnen.

Der folgende Podcast liefert die Zusammenfassung: 13:16 Min. (Achtung ca. 12 MB Download)

Innovation – The Five Disciplines for Creating What Customers Want

Curtis R. Carlson: The Journey of Innovation Innovation ist eine Reise, kein Event, ein Prozess, der ein System benötigt, ähnlich TQM. Dr. Curtis R. Carlson, Präsident und Geschäftsführer von SRI International: Schneller neuen Kundennutzen zu schaffen, verspricht er in seinem Buch “The Five Disciplines for Creating What Customers Want”.

Wie sein Innovationsverfahren “der fünf Disziplinen zur Innovation” funktioniert, präsentiert er auf dem 2. Dresdner Zukunftsforum. Das Framework für eine innovative Organisation umfasst:

  • Important Customer Need
  • Value Creation
  • Innovation Champion
  • Innovation Team
  • Organisational Alignment

Der Schlüssel, um die Herausforderungen der expontential Economy und dramatischen Entwicklung der Lifetime von großen Unternehmen entgegenzuwirken, ist die Innovation.

Ein gewisser Deja-vue Effekt: Die Kerndisziplinen zum Aufbau einer lernenden Organisation von Peter Senge 1990? Das Ziel geht in dieselbe Richtung: eine Methode und systematische Vorgehensweise für die Innovationsfähigkeit in einer Organisation zu etablieren.

E-Commerce 2.0 aus Kundensicht (Teil 3)

Beiträge der Reihe: E-Commerce

Teil 3: Wikis im E-Commerce 2.0

Das Wikifieber bricht aus auf Shopping Portalen und in Produktkatalogen, wenn man dem Bericht der New York Times im April diesen Jahres Glauben will. Ganz so euphorisch geht es bei Deutschlands Anbietern nicht zu, aber es tut sich was zum Thema Community meets Commerce (siehe auch ecommerce.typepad.com).

Ein Wiki ist, kurz gesagt, eine Website, die ähnlich einer Enzyklopädie aufgebaut ist. Die Inhalte werden in der Regel von mehreren Menschen gemeinsam geschrieben. Da diese Einträge neutral sein, keine Meinung darstellen oder Emotionen ausdrücken sollten, werden sie meist von entsprechenden Fachexperten oder Personen, die objektive Erfahrungen mit dem Gegenstand haben, geschrieben. Die Einträge liefern Fakten und damit einen Mehrwert für den Leser. Damit sind Wikis gut geeignet, Produktbeschreibungen zu liefern und werden daher im E-Commerce immer mehr Anwendungen finden.

Eine Produktbeschreibung vom Anbieter oder Hersteller kann von verschiedenen Kunden angepasst, ergänzt und verändert werden oder auch vom Kunden direkt geschrieben werden. Es wird sich systematisch eine objektive Sicht auf ein Produkt herausbilden, da überhöhte Versprechungen, wie sie in der Werbung oft vorkommen, selten durch die Anwendung auch gehalten, in einem Wiki sofort revidiert werden können. Auch umgekehrt können zu unrecht dargestellte Negativäußerungen im Wiki sofort wieder gestrichen werden. Im besten Falle erhalten wir eine Produktbeschreibung, die offen alle Vor- und Nachteile aufzeigt, alle Anwendungssituationen und Funktionen liefert, die hilfreich für den Produkteinsatz sein können und auch Hindernisse und Probleme damit überwinden hilft. Dies kann nicht nur bei der Produktauswahl und Kaufentscheidung wichtig sein, sondern nach dem Kauf auch als Hilfesystem oder Handbuch zur Anwendung dienen. Aktuelle Beispiele sind:

  • Produktbeschreibungen: ProductWiki von Amazon.com
  • Reisebeschreibungen und Reiseführer: wikitravel.org, world66.com, tripadvisor.com
  • Produkte in Anwendungssituationen ist hier das Stichwort: productwiki.com. Dort können Anwender Projekte definieren wie z.B. The Barbeque Project und beliebige Produkte, die sie selbst nutzen aber nichts mit der Site zu tun haben, beschreiben. Die Grillhersteller ziehen dann nach und liefern ihre Angebote mit auf die Seite.
  • Bedienungsanleitung für spezielle Anwendungsfälle: die Anleitung zur xbox Media Center.
  • ShopWiki.com, entwickelt von zwei DoubleClick Gründern, in dem man über ein Suchsystem Produktreviews, auch als Videoreviews, Anbietervergleiche für den potentiellen Käufer, sowie eine Reihe weiterer Services wie Preisbenachrichtigungen u.ä. findet. Das Prinzip ist für andere Shopportale als gute Ergänzung ihrer Kataloge beispielhaft. Ein Beispiel für ein Videoreview zu: Black & Decker Dosenöffner.

Interview mit Prof. Bullinger zur Flat World-Ein deutsches Forschungs-Modell weltweit?

Eilif Trondsen, Gründer des E-Learning Forum, interviewt Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft (FhG), der führenden Forschungsinstitution in Europa. Die Forschung und Wissenschaft hat in der FhG vor allem ein Ziel: Ideen und Innovationen schnellstmöglich in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Ein prominentes Beispiel ist mp3, das jeder kennt, aber über das noch nicht alle wissen, dass dies ebenfalls bei Fraunhofer in einem internationen Projekt erfunden wurde.

Im Interview, in englischer Sprache, geht es um die Fragestellung: wie stellt sich Europas Forschung zum globalen Wettbewerb auf? Auszug von Themen des Interviews:

  • “Intellectual property rights (patents)
  • networking the various experts
  • new quality of information exchange and synergy effect
  • a patent is not the innovation: innovation is a marketable product or service
  • not only the production places are distributed around the world, also the research places (..), all the talent
  • learning and education: at the moment we are still behind the best university in the states. (..) but close cooperations between technical oriented universities and industry
  • informal learning: only 1-2% of students applying this way (..) but they want to have a job where they can learn something
  • technology hypes in the future: micro-electronic, light and laser, nanotechnology, white biology, combination of pharmacy, biology and chemistry, life sciences.”

[Dauer: 40:51 Min vom 19.06.2006]