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Die Digital-First-Strategie: Funktioniert diese auch mit Liberating Structures?

Die Digital-First-Strategie: Funktioniert diese auch mit Liberating Structures?

Mit Liberating Structures im virtuellen Raum arbeiten

Dies ist der zweite Teil meines Erfahrungsberichtes zu Liberating Structures. Gleich am Tag nach dem Meetup der Liberating Structures User Group Stuttgart experimentierte die Corporate Learning Community mit der virtuellen Version einer solchen Veranstaltung. Dies eröffnete die Chance, das virtuelle Erlebnis direkt mit den Erfahrungen eines physischen Meetups, bei dem die Teilnehmenden alle vor Ort waren, zu vergleichen.

Das Setting des Experiments

Das Design Team für das Online-Meeting bestand aus Daniel Steinhöfer von Holisticon AG (dem Unternehmen, dessen Mitarbeitende wesentlich dazu beigetragen haben, dass Liberating Stuctures im deutschsprachigen Raum bekannt und zunehmend genutzt werden) und Jürgen Sapara. Als Web-Conferencing-Tool wurde Zoom eingesetzt. In der Zoom-Session waren über 70 Teilnehmende online. Die Teilnehmenden trafen sich im “großen” Raum und wurden für die verschiedenen Übungen in verschiedene Arbeitsräume (sogenannte Breakout-Räume) geschickt.

Unser String bestand aus Impromptu Networking, 1-2-4-All, TRIZ und 15% Solutions. Im Mittelteil stellte Daniel Steinhöfer den methodischen Hintergrund, sozusagen die DNA, von Liberating Structures, vor.

Reale Erfahrungen beim virtuellen Liberating Structures Meeting


Hat die digitale Version eines Meetups funktioniert? Die virtuelle Erfahrung war für mich erstaunlich positiv und überzeugend. Einige Beispiele, die in Summe meine persönliche virtuelle Erfahrung prägten:

  • Die Teilnehmenden wurden in Zoom vom Moderator zufällig auf die Arbeitsräume zugeordnet. Je nach Mikrostruktur waren es Gruppen mit zwei, drei oder vier Personen. Der Vorteil war, dass man nicht erstmal Zeit verlor, um einen Gesprächspartner im physikalischen Raum zu finden und sich zu organisieren. Und durch das Zufallsprinzip kam man spontan mit ganz unterschiedlichen Personen ins Gespräch.
  • Sobald man in den virtuellen Arbeitsraum kam, wurden die Namen der anderen Personen, die sich im Raum befanden, angezeigt. Man brauchte sich nicht lange vorzustellen und konnte sofort mit der Diskussion beginnen. Die Vertrautheit war dadurch viel höher und man befand sich emotional sofort in einem geschützten Raum.
  • Positiv nahm ich wahr, dass der übliche Lärmpegel im physischen Raum zu Beginn der Arbeit mit einer Mikrostruktur im virtuellen Raum nicht vorhanden war. Es war nicht notwendig, sich eine “ruhige Ecke” zu suchen und man wurde auch von den Gesprächen der anderen Gruppen nicht abgelenkt.
  • Nachdem die vorgegebene Zeit für die Arbeit mit einer Mikrostruktur vorbei war, brauchte es keine Disziplin, um wieder im gemeinsamen Raum zusammenzukommen. Die Web Conferencing-Plattform zeigte eine bestimmte Zeit vorher an, dass der Arbeitsraum jetzt geschlossen wird. Man konnte die verbleibende Zeit, während eine Uhr herunterzählte, gezielt für eine Zusammenfassung oder weitere Verabredungen nutzen.
  • Bei physischen Meetups ist der Erfahrungsaustausch bzw. das Debriefing nach einer Runde immer eine besondere Herausforderung. Die Frage “Wer möchte seine Ergebnisse teilen?” geht an das Publikum und dann versucht man als Moderator vielleicht noch, die Antworten zur Dokumentation möglichst sinngemäß auf Moderationskarten festzuhalten. Und nach drei oder vier Feedback-Statements ist auch Schluss, man kommt sonst mit der weiteren Tagesordnung in Zeitnot. Nicht so beim virtuellen Meeting. Dort hat man als Tool einen Chat, und jede Gruppe kann damit seine Ergebnisse dokumentieren. Das hat in unserem Fall mit der Mikrostruktur TRIZ gut funktioniert. Es war sehr informativ und gedanklich aktivierend, die vielfältigen Diskussionsergebnisse zu lesen. Es ging im Rahmen der Mikrostruktur TRIZ um Ideen, wie man am besten verhindern kann, dass Meetings zu einem erfolgreichen Ergebnis kommen. Hier als Beispiel eine Minute als Auszug aus dem gesamten Chatprotokoll:

Meine Lessons Learned

Das Ziel von Liberating Structures ist es, eine echte Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass man auch im virtuellen Raum mit den Mikrostrukturen arbeiten kann. “Digital First” ist also durchaus eine Option.

Die Zusammenarbeit im virtuellen Raum hat ihre eigenen Qualitäten, das gilt aber auch für den physischen Raum. Natürlich muss man die Web Conferencing-Plattform und ihre Tools entsprechend einsetzen, das erfordert schon etwas Know-how und Übung. Aber dann spricht nichts dagegen, auch mal ganz andere Interaktionsformen als klassische Webinar-Settings im virtuellen Raum zu nutzen.

Links zum Meetup

Neues Arbeiten und Lernen mit Liberating Structures

Neues Arbeiten und Lernen mit Liberating Structures

Was ich beim 5. Liberating Structures User Group Stuttgart Treffen gelernt habe

Einzelne Microstrukturen aus dem Repertoire der 33 Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit und ein produktives, gestaltendes Miteinander nutze ich bereits in Projekten sowie bei Meetups, Workshops, Retros usw. Dazu gehören u.a. Mad Tea Party, Impromptu Networking, Wise Crowds und 1-2-4-All. Und die Mikrostruktur Conversation Café kann man sich relativ einfach aus der World Café-Methode ableiten und die bekannte Fishbowl-Methode taucht als Mikrostruktur bei Liberating Structures als User Experience Fishbowl wieder auf.

Vor diesem persönlichen Erfahrungshintergrund fand ich die Ankündigung zum 5. Liberating Structures User Group Stuttgart Treffen spannend:

Lasst uns gemeinsam in die Welt der Liberating Structures abtauchen, Erfahrungen sammeln und uns austauschen! (…) Diesmal werden die Teilnehmer den Hauptteil des abendlichen LS Strings frei gestalten.

Die Teilnehmer waren also eingeladen, etwas frei und selbstorganisiert zu gestalten. Das hörte sich herausfordernd an, aber ist doch genau das, wie Kompetenzentwicklung beim Corporate Learning funktionieren sollte: komplexe Aufgaben in neuen Situationen selbständig und eigenverantwortlich zu lösen und dabei Wissen und Erfahrungen zu teilen. Ein Transformations-Coach würde dazu sagen: “Experimentation at the Edge”.

Aller Anfang ist schwer. Einfach mal Mut haben!

Das Motto des Abends war “Aller Anfang ist schwer. Einfach mal Mut haben!” In der Corporate Learning Community gibt es dazu den Hashtag #einfachmachen. In der ersten Runde tauschten wir unsere persönlichen Mutproben über die Mikrostruktur Impromtu Networking aus.

Dann wurde es anspruchsvoll. Wir bekamen die Aufgabe, für die Fragestellung

Was brauchst du bzw. ihr, um Liberating Structures in eurem/deinen Umfeld einzusetzen?

passende Mikrostrukturen auszuwählen und ggf. auch einen String zu erstellen. Dazu teilten sich die Teilnehmenden in mehrere Gruppen auf, hier das Selfie von unserer Gruppe:

Quelle: André Brüggemann

Dann starteten wir mit der Arbeit. Die Veranstalter hatten allerdings eine Herausforderung eingebaut. Durch die Mikrostruktur Folding Spectogram hatten unsere Lernbegleiter dafür gesorgt, dass die Teilnehmenden der Gruppe ganz unterschiedliche Vorerfahrungen hatten.

“Also, was nehmen wir als Mikrostruktur?” Wir hatten die Design Cards und die App zu Liberating Structures zur Verfügung. “Starten wir mit 1-2-4-All?” Das war den Profis in der Runde zu trivial, es sollte schon etwas anspruchsvolleres sein. “Dann lass uns “Troika Consulting” nehmen.” Ein Lernbegleiter murmelte etwas von “sehr anspruchsvoll” und “sollte in einen String eingebunden werden”. Der ursprüngliche Mut verließ uns so langsam. “Mach doch jemand einfach mal ein Vorschlag” wurde gefordert. Wir studierten weiter das Repertoire an Möglichkeiten und fanden dabei die Bedeutung der Farbgebung der Design Cards heraus. Aber welche Mikrostruktur nehmen wir jetzt?

Was war unser Problem? Wir waren alle neugierig, wollten die Aufgabe angehen. Aber wir waren alle gleichberechtigt, ein Netzwerk an Interessierten. Wir hatten keinen Moderator gewählt, und es hat sich wieder mal bestätigt: Auch ein Netzwerk braucht Hierarchie!

Ein Lernbegleiter half uns aus der Patsche. Er schlug vor, dass wir eine “vetobasierte Entscheidung” treffen. “Wenn niemand ein begründetes Veto einlegt, dann ist die Entscheidung getroffen.” Das wäre dann immer noch Selbstorganisation, würde aber den Entscheidungsprozess beschleunigen.

Ein Teilnehmer warf darauf hin die Karte mit der Microstruktur Helping Heuristics auf den Tisch und trotz eines tiefen Durchatmens des Lernbegleiters kam von der Gruppe kein Widerspruch. Wir legten los.

Von unserem tollen Gastgeber, der iteratec GmbH, bekamen wir noch einen Gast-WLAN-Zugang, so dass wir uns auf der Liberating Structures-Website etwas tiefergehend in die Vorgehensweise einlesen konnten.

Debrief

Wir hatten dann die Chance, in drei Untergruppen etwa eine halbe Stunde die gewählte Mikrostruktur auszuprobieren. Dabei konnten wir eine Reihe von Erfahrungen machen:

  • Ein erfahrener Kenner der Methode hätte uns sicher helfen können, aber mit #einfachmachen kommt man auch weit.
  • Die Vorgehensweise bei Helping Heuristics lässt sich auch in anderen Zusammenhängen nutzen, bei Gesprächen, beim Coaching usw.
  • Und wir haben eine Reihe von konkreten Ansatzpunkten zu der Frage “Was brauchst du bzw. ihr um Liberating Structures in eurem/deinen Umfeld einzusetzen?” entdeckt: Wo kann man sich zu Liberating Structures schlau machen? Wie tiefgehend muss man sich mit der Toolbox befassen? Wo gibt es konkrete Einsatzmöglichkeiten für Mikrostrukturen und Strings? Sollte man bei der Einführung auf eine Grasswurzel-Bewegung bauen oder einen Sponsor aus dem Management gewinnen?

Mein Erfahrungsbericht endet hier, obwohl der Abend noch weiterging. Die nächsten Mikroformate für uns zum Ausprobieren waren Shift & Share und dann 15% Solutions.

Zum Abschluss des anspruchsvollen, rundum gelungenen und lehrreichen Abend gab es als Dank noch ein Feedback-Schneeballschlacht für das Orgateam und alle Lernbegleiter:

Die Rolle von Reverse Mentoring beim digitalen Wandel

Die Rolle von Reverse Mentoring beim digitalen Wandel

Reverse Mentoring gibt es seit rund 20 Jahren. Aktuell findet das Lernformat, bei dem sich erfahrene Führungskräfte gemeinsam mit jungen Professionals auf eine Lernreise durch den digitalen Wandel begeben, wieder zunehmend Beachtung. Dieser Beitrag stellt die Weiterentwicklung von Reverse Mentoring vor und gibt einen Ausblick auf Reverse Mentoring als Baustein eines neuen Lern-Ökosystems.

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Wie Unternehmen schlauer werden: Wissenstransfer der Zukunft

Wie Unternehmen schlauer werden: Wissenstransfer der Zukunft

Wissensmanagement ist seit vielen Jahren ein Thema sowohl in der Praxis als auch in der Theorie und hat verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen.

Entwicklungsstufen des Wissensmanagements
Entwicklungsstufen des Wissensmanagements

Auch anstehende digitale Transformation der Unternehmen (Digitalisierung des Unternehmens, der Arbeitswelt und des Arbeitsplatzes; Big Data und künstliche Intelligenz) hat weitreichende Auswirkungen auf das Wissensmanagement. In allen Entwicklungsstufen des Wissensmanagements ging es immer um die Frage, wie Unternehmen „schlauer“ werden. Viele gute Managementkonzepte und Ideen dazu gibt es schon lange.

Das Managementkonzept der Lernenden Organisation hat in der ganzen Diskussion rund um das Wissensmanagement eine herausragende Bedeutung. Dabei ist die Idee der Lernenden Organisation beileibe keine neue Wissenschaft, auch wenn Beratende, Change Managerinnen/- Manager oder die aktuelle Managementliteratur diesen Eindruck vermitteln wollen.

Der Artikel “Wie Unternehmen schlauer werden: Wissenstransfer der Zukunft” (Download) gibt einen umfassenden Überblick zur Entwicklung des Managementkonzeptes der “Lernenden Organisation” von den Ursprüngen bis zur heutigen Zeit.


Niemeier, J. und M. Göhring (2019), Wie Unternehmen schlauer werden: Wissenstransfer der Zukunft, in: Clotten, J.J., N. Kahnwald und A. Wetzstein (Hrsg., 2019), Wissenstransfer: Wissen teilen und verteilen, Beiträge der Veranstaltung “DGUV Fachgespräch Wissensmanagement in der gesetzlichen Unfallversicherung” in Dresden, Mai 2017, S. 44 – 48

Wie Unternehmen schlauer werden: Blick zurück auf das Managementkonzept Lernende Organisation

Wie Unternehmen schlauer werden: Blick zurück auf das Managementkonzept Lernende Organisation

Teil 2: “Gebt mir einen Hebel, der lang genug ist und einhändig bewege ich die Welt” (Peter Senge)

Bevor wir die Reise weiter in die digitale Zukunft machen, wollen wir kurz zurückblicken. Viele gute Managementkonzepte und Ideen gibt es schon lange, auch ohne Digitalisierung. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern weiterentwickeln.

So ist auch die Idee der Lernenden Organisation beileibe keine neue Wissenschaft, auch wenn Berater, Change Manager oder die aktuelle Managementliteratur diesen Eindruck vermitteln wollen. Wie können Organisationen überhaupt lernen? Dieser Frage sind Management-Professoren aus Harvard, MIT und Yale u.a. schon vor 40 Jahren nachgegangen.

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Wie Unternehmen schlauer werden: Die schwierige Reise zum digitalen Erfolg

Wie Unternehmen schlauer werden: Die schwierige Reise zum digitalen Erfolg

Teil 1: Die Herausforderungen auf dem Weg zur digitalen Organisation

Digitalisierung! Das bedeutet die Einführung von neuen leistungsfähigen Technologien und die Nutzung von allgegenwärtigen Daten. Das Ergebnis sind strategische Optionen für neue Produkt, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig entstehen vielfältige neue Möglichkeiten auf der operativen Ebene für die Gestaltung, Koordination und Steuerung von Menschen, Prozessen und Arbeitsabläufen.

Bei der „digitalen Transformation“ geht es nicht nur um Investitionen in digitale Technologien und veränderte Geschäftsmodelle. Viel mehr Aufmerksamkeit braucht die Organisation, die in der Lage sein muss, die ausgewählten digitalen Strategien umzusetzen. Die „digitale Organisation“.

Die Herausforderungen für Unternehmen beim Übergang vom Industriezeitalter ins digitale Zeitalter beschreibt mein Kollege Lee Bryant so:

„Die Managementtheorie des 20. Jahrhunderts basierte auf der Vorstellung, dass eine besondere Gruppe von Menschen in der Lage war, die Geschäftsdynamik zu analysieren, die Zukunft auf der Grundlage dieses speziellen Wissens vorherzusagen und den Weg zum Erfolg zu planen. Dieser Plan konnte in eine Reihe von atomaren Prozessen zerlegt und die Arbeiter ausgebildet werden, um sie zu erfüllen. Es war die Logik der Produktionslinie in der Fabrik, die auf die Büroarbeit angewendet wurde. Sie funktionierte mehr oder weniger, solange sich während des mehrjährigen Planungszyklus nur sehr wenig änderte. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Prozesse hinzu, um Ausnahmen, Probleme oder Ausfälle zu bewältigen, was dazu führte, dass das unternehmerische Handeln allmählich verknöchert und bürokratisch wurde, auch wenn die Organisationen durch Prozessoptimierung effizienter wurden.“ [1]

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KnowTouch 2018: Learning Organization – Where Corporate HR meets Corporate IT

Die Wissensoffensive „Fit für Digit@l“ bei Porsche

Die Wissensoffensive „Fit für Digit@l“ bei Porsche

Beim zweiten Meetup der Corporate Learning Community Region Stuttgart (#clc0711) stand das Thema “Kompetenzen für Industrie 4.0” im Mittelpunkt. Dr. Matthias Görtz von der Porsche AG stellte in einem spannenden Impulsvortrag die Wissensoffensive „Fit für Digit@l“ vor. Die Wissensoffensive „Fit für Digit@l“ ist bei Porsche eine ressortübergreifende Initiative zur Begleitung der Mitarbeiter bei der Gestaltung des digitalen Wandels.

Stellen wir zunächst einmal der Mia von Porsche (ein Sprachassistent bzw. kleiner virtueller Avatar für die Wissensoffensive, vergleichbar mit Alexa, Cortana, Siri oder Google Assistant) die Frage: „Was ist der digitale Wandel?

Mia antwortet dann darauf:

Der digitale Wandel, auch digitale Transformation genannt, bezeichnet einen fortlaufenden Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft und insbesondere Unternehmen betrifft. Er steht für neue Technologien und Prozesse, neue Produkte und Services, und somit auch für neue Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen. Was das im Kern für uns bei Porsche bedeutet, kannst Du gemeinsam mit mir entdecken, erfahren und gestalten!

Aufbauend auf solchen Teasern, welche erstmal bei den Mitarbeitenden ein Interesse wecken soll, zeigte Dr. Matthias Görtz die Notwendigkeit auf, beim Lernen eine gewisse dramaturgische Entwicklung zu realisieren. Ein erfolgreiches Change Management braucht etwas, das Spaß macht, etwas, das man auch mit Kollegen teilen möchte. Damit ist ein Aufsatzpunkt geschaffen, damit die Menschen zuhören und aktiviert sind.

Im nächsten Schritt kann man dann beginnen, sich konkreter mit den anstehenden Herausforderungen zu beschäftigen, um die Mitarbeitenden mit Basiswissen zu versorgen. Dazu galt herauszufinden, was denn die Themen der digitalen Transformation bei Porsche sind und womit sich die verschiedenen Ressorts beschäftigen. In dieser Researchphase wurden alle Ressorts befragt, was Digitalisierung dort für eine Bedeutung hat.

Das Ergebnis ist eine Art Landkarte der Digitalisierung bei Porsche, in deren Zentrum die Kernthemen der Digitalisierung (welche Technologien spielen eine Rolle, Internet der Dinge, Industrie 4.0) sowie die Treiber der digitalen Transformation (z.B. neue Technologien, Daten als Potenzial, wirtschaftliche Dynamik, Mobilität und Zukunft, neue Arbeit, veränderte Einstellungen) stehen. Um diese zentralen Themen herum sind die konkreten Handlungsfelder für Porsche in den Bereichen Produkte und Services, Kunde und Handel, Unternehmen und Prozesse, Mensch und Kultur dargestellt.

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Was man tun muss, damit Corporate MOOCs nicht scheitern!

Was man tun muss, damit Corporate MOOCs nicht scheitern!

Lessons Learned vom Corporate Learning 2025 MOOCathon

Gestern war ich eingeladen, auf dem 18. Know How! Bildungskongress den Corporate Learning 2025 MOOCathon vorzustellen. Auf die Frage, wer von den Teilnehmenden am Bildungskongress am MOOCathon teilgenommen hat, kam aus dem Publikum eine zögerliche Resonanz. Ein, zwei Hände gingen hoch, dann aber gleich verbunden mit dem Hinweis: “Ich hatte mich zwar angemeldet, aber dann doch keine Zeit zur Teilnahme gefunden”. Was wiederum sofort zur Reaktion aus dem Publikum führte: “Das ist bei MOOCs halt so”. Und man hat deutlich herausgehört, das sich damit MOOCs als Vorgehensweise im Corporate Learning eigentlich schon disqualifiziert haben.

Mein Beitrag war für den späten Nachmittag angesetzt und daher hatte ich vorher in den Pausen die Möglichkeit, mit einigen Teilnehmern zu sprechen. Auch hier gab es durchaus kritische Meinungen zu den Potentialen von MOOCs für Corporate Learning. Beispielsweise wurde mehrfach geschildert, dass im eigenen Unternehmen schon mal ein MOOC organisiert wurde, man aber selbst darüber keinen Zugang gefunden hat. Die Erfahrungen waren immer ähnlich: die Themen für den MOOC wurden vom Top-Management auf Basis der aktuellen strategischen Herausforderungen vorgegeben, mit großem Aufwand und vielen externen Experten produziert, aber nach ein-, zweimal reinschauen hätte man doch den konkreten Bezug zum eigenen Arbeitsalltag vermisst.

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