Verfügbarkeit von Enterprise 2.0-Technologien

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In den letzten Jahren haben Enterprise 2.0-Technologien einen Reifegrad erreicht, der in den Unternehmen einen umfassenden Einsatz mit einer großen Anzahl an Nutzern ermöglicht. Man findet sowohl leistungsfähige Open Source-Angebote für dedizierte Tools als auch ausgereifte Angebote von integrierten Plattformen von großen Softwareunternehmen. Die Lösungsangebote der Softwareanbieter sind auf unterschiedliche Zielgruppen (z.B. global agierende Konzerne, mittelständische Unternehmen, Netzwerke von Unternehmen) ausgerichtet. Die Lösungen werden je nach Anbieter als On-Premise-Angebot, in der Cloud oder in hybrider Form angeboten.

Marktforschungsinstitute wie Gartner (Gartner’s Magic Quadrant for Social Software) [1], Forrester (Forrester Wave Enterprise 2.0 Social Platforms) [2], IDC (IDC MarketScape Worldwide Enterprise Social Networks Vendor Assessment) [3], Ovum (Ovum Decision Matrix: Enterprise Social Networking) [4] oder Lecko (Lecko Enterprise Social Nets study) [5] stellen, teilweise in regelmäßigen Abständen, ihre Bewertung der Lösungsangebote der Softwareanbieter vor.

Market Research Platform Studies

Schaubild: Marktstudien zu Enterprise 2.0-Technologien

In vielen Unternehmen wurden die ersten Schritte auf dem Weg zu einem Enterprise 2.0 mit der Bereitstellung einer Lösung im Unternehmen bereits gegangen. Die regelmäßigen Studien von McKinsey belegen die zunehmende Verbreitung der verschiedenen Enterprise 2.0-Werkzeuge:

McKinsey Adoption

Schaubild: Zeitliche Entwicklung der Adoption von Enterprise 2.0-Werkzeugen (Quelle: McKinsey) [6]

Der Bergsteiger George Mallory soll einmal auf die Frage, warum er den Mount Everest besteigen möchte, gesagt haben: “Because it’s there” („Weil er da ist.“). Nun kann es kein tragfähiges Prinzip im Wirtschaftsleben sein, etwas zu nutzen, nur weil es ein bestimmtes technisches Angebot gibt. In vielen Unternehmen trifft man aber auf die Situation, dass die notwendigen Software-Lizenzen schon eingekauft bzw. als Software-Bundle verfügbar sind. Oder die Werkzeuge sind bereits installiert, wenngleich diese aus technischer und vor allem organisatorischer Sicht noch nicht in vollem Umfang eingesetzt werden. Häufig wollte man erstmal Erfahrungen sammeln, die Werkzeuge einfach mal ausprobieren oder den Bedarf von einzelnen Arbeitsgruppen decken. Aufgrund der geringen Erfahrungen scheute man damals noch zurück, diese Lösungen als unternehmensweite und verbindliche Arbeitsplattform einzuführen. Nachdem in der Zwischenzeit aber viele Erfahrungen gemacht wurden, sind die Unternehmen nun daran interessiert, die vorhandenen Tools effektiver und vor allem auch in einem größeren Umfang einzusetzen.

Quellen:

[1] Drakos, N., J. Mann und M. Gotta (2014), Magic Quadrant for Social Software in the Workplace, Online: https://www.gartner.com/doc/2836617/magic-quadrant-social-software-workplace

[2] Koplowitz, R. (2014), The Forrester Wave: Enterprise Social Platforms, Q2 2014. Online: http://de.slideshare.net/claudesuper/the-forrester-wave-enterprise-social-platforms-q2-2014

[3] Thompson, V. (2014), IDC MarketScape: Worldwide Enterprise Social Networks 2014 Vendor Assessment. Online: http://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=252332

[4] Edwards, R. (2014), Ovum Decision Matrix: Selecting an Enterprise Social Networking Product, 2014. Online: www.ovum.com/research/ovum-decision-matrix-selecting-an-enterprise-social-networking-product-2014/

[5] Rayrole, A., G. Gouraud, N. Noemie (2015), Preparing and organising your company for change. Latest developments in enterprise social networking, Vol. 7. Online: http://referentiel.lecko.fr/en/publications-en/esn-volume-7-get-equipped-and-organised-to-transform-better/

[6] Bughin, J. und M. Chui (2013), Evolution of the networked enterprise: McKinsey Global Survey results, in:  McKinseyQuarterly 2012, März 2013, S. 36. Online: http://www.mckinsey.com/insights/business_technology/