Year: 2009

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Wie Web 2.0 unsere Arbeitswelt verändert

Zur Veröffentlichung seines neuen Buches “Enterprise 2.0: New Collaborative Tools for your Organization’s Toughest Challenges” gab Andrew McAfee in McKinsey Quarterly (eine kostenlose Registrierung ist zum vollständigen Abruf erforderlich) ein Interview. Ich möchte hier versuchen, seine wichtigsten Aussagen herauszuarbeiten und zu analysieren.

Wie fängt man mit Enterprise 2.0 an: Top-Down oder Bottom-Up?

Die Vertreter der Bottom-Up-Schule argumentieren, dass es ausreichend ist, die Web 2.0-Werkzeuge bereitzustellen und die weitere Entwicklung den Kräften der Selbstregulierung zu überlassen.  “If we build it, they will come” ist das Glaubenbekenntnis dieser Schule. Die Durchdringung des Unternehmens erfolgt dann von unten nach oben und das Management soll, falls es davon überhaupt etwas mitbekommt, allenfalls die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen.

Die andere Schule geht davon aus, dass eine Einführung Top-Down erfolgen muss. Die Unternehmensleitung muss zumindest signalisieren, dass diese neuen Arbeitsformen gewünscht sind und im Einklang mit den Zielen des Unternehmens stehen. Andernfalls würden sich die Mitarbeiter die ganzen Entwicklungen “von der Seitenlinie” aus anschauen und sich fragen, ob sich ein persönliches Engagement lohnt.

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Einfach drauf los oder erstmal ein Gerüst bauen?

Eine neue Generation von Web-Anwendungen steht vor der Tür, und deren zentrale Eigenschaften sind Personenzentriertheit und Echtzeitkommunikation. Nach meinen ersten Erfahrungen mit diesen Eigenschaften beim Einstieg in Google Wave wollte ich nun Google Wave in einem konkreten Anwendungsfall testen. Der kommende Enterprise 2.0 SUMMIT bot dazu gute Chancen, Martin Koser war als Community-Manager für diese Veranstaltung für den Einsatz von Google Wave zu begeistern, unsere Pläne sprachen sich schnell herum und spätestens nach einem Blogbeitrag von Lee Bryant, in welchem er das Experiment als veranstaltungsbegleitende Diskussion und kollaborative Dokumentation ankündigte, gab es kein Zurück mehr.

“Build it, and they will come”, dass das nicht funktioniert hat sich spätestens seit der Formulierung als ein “Adoption Anti-Pattern” auch in der Enterprise 2.0-Welt herumgesprochen. Das ist erstmal eine Behauptung, aber jeder der möchte (und einen Google Wave-Zugang hat) kann sich selbst ein Bild davon machen.

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Ich und meine erste Welle

Die erste Euphorie hat sich gelegt” oder “Ein Selbstgespräch über Google Wave“: wenn man diese ersten Bewertungen liest, könnte man den Eindruck bekommen, dass der Hype bereits vorbei ist. Google Wave wurde am 27. Mai 2009 angekündigt und hat in den letzten 6 Monaten seit der Ankündigung viele Diskussionen über die Eignung als Plattform für eine Echtzeit-Kommunikation und Kollaboration angestoßen.

Da man Google Wave bislang nur dann nutzen kann, wenn man von jemandem eingeladen wird, ist natürlich der Wunsch geweckt, auch dabei zu sein. Hat man dann die ersehnte Einladung bekommen und die Registrierung geschafft, reibt man sich verwundert die Augen: Niemand da! Bis auf einen Doctor Wave mit seiner Willkommens-Mail hat man nichts in seinem Eingangskorb.

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Lernen zwischen Bildungsinstitution und Twitterwolke

Letzten Donnerstag 18. November 2009 nachmittag durfte ich auf dem Forum E-Society der FHS St. Gallen Impulse zum Thema Lernen im Web 2.0 und im Betrieb vortragen. Ein Kollege der FHS hat bereits dazu eine kurze Zusammenfassung geleistet.

Vortrag hier zum Durchblättern:

[slideshare id=2546963&doc=20091118lernen20fhsforumstgallen-091120105513-phpapp02]

Viele Bilder sind nicht selbsterklärend. Daher kann mein Vortrag mit zusätzlichen, erklärenden Notizen auf slideshare heruntergeladen werden.

Zusammenfassend ging es mir um folgende Bereiche:

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Wie sozial darf Enterprise 2.0 sein?

Im Vorfeld des Enterprise 2.0-Summits hat Dion Hinchcliffe eine “Enterprise 2.0 Masterclass” gehalten. Eine interessante Diskussion entwickelte sich dort rund um die Frage, ob der Begriff “soziale Software” oder “soziale Medien” für die Akzeptanz in den Unternehmen nicht eher hinderlich ist. Dion Hinchcliffe sagte dazu, dass die Wahl des richtigen Begriffs für die Akzeptanz eines Themas entscheidend ist und “sozial” in den Unternehmen eher als negativ geprägtes Wort gesehen wird. Die ernsthafte Diskussion spielt sich seiner Meinung nach rund um den Begriff “Enterprise 2.0” statt.

Lee Bryant stellte die Frage, welche alternativen Begriffe es dann gibt, die die Rolle von Menschen und Netzwerken im Geschäft aussagefähig beschreiben. Andrew McAfee hat sich ebenfalls zu dem Thema geäußert. Er sieht es als schwierig an, “soziale Werkzeuge” an Entscheidungsträger zu “verkaufen”. Der Begriff “sozial” hilft ihnen nicht zu verstehen, worum es eigentlich geht. Als attraktiver hingegen sieht er den Begriff “kollaborative Werkzeuge”.
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Enterprise 2.0: Sind die Potentiale von Social Software schon ausgereizt?

Im Rahmen des Confluence Community Day 2009 am 29. Oktober in Frankfurt/Main wurde ich gebeten, etwas zu den Potenzialen von Enterprise 2.0 zu sagen. Enterprise 2.0 ist als Begriff jetzt drei Jahre alt und wird heute als Thema in vielen Unternehmen diskutiert. In einigen Unternehmen wird damit experimentiert und in anderen hat es schon eine breite Akzeptanz gefunden. Aber noch längst sieht nicht jede Führungskraft ein, dass Enterprise 2.0 entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Daher geht es jetzt darum, den Nutzen nachzuweisen und aufzuzeigen, welche “echten” Probleme man mit Enterprise 2.0 lösen kann.

Ein großes Potenzial liegt in der Chance, betriebliche Anwendungen zu gestalten, die entweder die vorhandenen Lösungen einer “1.0-Welt” systematisch erweiteren oder, die es einem erlauben, “Dinge zu machen”, die man bislang nicht realisieren konnte. Was das sein könnte? Wissensmanagement, Projektarbeit und Projektmanagement, betriebliches Vorschlagswesen und Innovationsmanagement, Kundenintegration und Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbindung – und zufriedenheit, Personalentwicklung, Qualifizierung, Unternehmensplanung und Strategieentwicklung, Change Management, Führung. Die Liste an betrieblichen Anwendungen könnte man sicher noch verlängern. Alleine unser Denken, das noch zu häufig in den Mustern der “1.0-Welt” stattfindet, schränkt die Kreativität (noch) ein.

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Lernen mit Twitter

D-ELAN hat heute für seine Mitglieder sein erstes Webinar veranstaltet. Dort durfte ich über unser gemeinsames Projekt LERNET 2.0 und unsere Erfahrungen mit Twitter für Lernen und Wissensmanagement berichten. In 15 Minuten kann das leider nur ein kurzer Abriss sein.

Das Webinar wurde unterstützt von Lore Reß, D+D (herzlichen Dank!) und auf der Plattform centra durchgeführt.

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Enterprise 2.0: Ohne gute Ideen und Konzepte kommt man nicht weit

Die Diskussionen rund um das Thema Enterprise 2.0 war in der vergangenen Woche sehr lebhaft. Den Auftakt machte Andrew McAfee mit seinem Beitrag „Surveying the Landscape“, in dem er einen Rückblick auf die dritte Enterprise 2.0-Untersuchung von McKinsey gab. Andrew McAfee fand vier Ergebnisse der Untersuchung besonders interessant:

  • der interne Einsatz prägt die aktuelle Unternehmenspraxis
  • es kommen regelmäßig mehrere Werkzeuge / Technologien zum Einsatz
  • der Nutzen ist konkret fassbar und deutlich ausgeprägt
  • die Anwendung in den Unternehmen und die dafür getätigten Investments steigen

Euan Semple brachte am Montag mit einem kurzen, aber prägnanten Beitrag „The secret to success with Enterprise 2.0 …“ Leben in die Diskussion. Für ihn ist es kein Erfolgsrezept mit der Einführung von Enterprise 2.0 zu versuchen, Veränderungsprozesse zu initiieren, existierende Prozesse zu optimieren und das Verhalten der Mitarbeiter zu ändern. Vielmehr sollte man seine Energie darauf richten, Dinge zu ermöglichen, die man bislang einfach nicht tun konnte.

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Mitarbeiterengagement und -zufriedenheit durch Web 2.0

Beiträge der Reihe: Auf der Suche nach dem ROI 2.0

Die Aberdeen Group hat eine interessante Studie mit dem Titel “HR Executive’s Guide to Web 2.0 – Cracking the Code for Talent Management” veröffentlicht. Die Studie bezieht sich aus einer Gesamtheit von über 500 Unternehmen auf 220 Unternehmen, die Web 2.0-Werkzeuge für das Talentmangement einsetzen.

Der Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen in den verschiedenen Phasen des Talentmanagement-Zyklus hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Rekrutierung, der Qualifizierung und der Einarbeitung deutlich gesteigert.

Talentmanagement-Zyklus

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