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Vorgehensmodelle


Enterprise 2.0-Studie der centrestage GmbH

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Sammlung (3 Dokumente): Social Business Studie 2011 (2010)

Vorgehensmodell für ein Enterprise 2.0-Projekt


Eine Enterprise 2.0-Initiative muss natürlich im Einzelfall auf das Unternehmen oder die Organisation und die damit verbundene Zielsetzung maßgeschneidert sein. Die folgenden Erläuterungen sind daher eher als Bausteine für ein eigenes Vorgehen zu sehen, die auf den jeweiligen Einzelfall angepasst oder erweitert werden müssen.

Enterprise 2.0-Initativen sind keine typischen IT-Projekte

Es gibt 1.000 Gründe, warum Führungskräfte und Mitarbeiter Enterprise 2.0-Werkzeuge nicht nutzen wollen. Das beginnt bei Argumenten wie “ich bin schon voll ausgelastet und hab dafür keine Zeit”, geht weiter über die Notwendigkeit, neue Anwendungen und deren Nutzung lernen zu müssen und häufig haben die Mitarbeiter auch Angst, mit etwas “Unfertigem” öffentlich durch eine Überarbeitung in einem Wiki bzw. durch Kommentare in einem Blog von anderen “kritisiert” werden zu können. Und natürlich spielt auch die Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle. Genauso wie es wenig sinnvoll ist, schlecht funktionierende Unternehmensprozesse vor einer umfassenden Neugestaltung mit prozessorientierter IT abzubilden, können Enterprise 2.0-Werkzeuge auch eine unzulängliche Kommunikation und mangelnde Kooperation im Unternehmen nicht “heilen”.

Enterprise 2.0-Initativen sind kritische IT-Projekte

Häufig wird gesagt, dass Enterprise 2.0-Projekte von Seiten der Technologie keine hohen Kosten verursachen. Das mag sicher für viele “U-Boot-Projekte” und Startkonfigurationen gelten, die mit Open Source-Lösungen realisiert worden sind. Für eine breite Nutzung spielt aber die Integration in die Arbeitsumgebung und die bestehende IT-Landschaft genauso wie die leichte Bedienbarkeit (Usability) eine erfolgsentscheidene Rolle. Enterprise 2.0-Werkzeuge sind Bestandteil der täglichen Arbeitsumgebung, die Basis für die Zusammenarbeit im Unternehmen und nicht nur Werkzeuge, um Arbeitsergebnisse zu verwalten. Ein temporärer Ausfall der Enterprise 2.0-Werkzeuge bedeutet dann aber auch, dass niemand mehr arbeiten kann. Die IT-Infrastruktur und ein IT-Service für Enterprise 2.0-Werkzeuge sind daher Aufwendungen, die nicht vernachlässigt werden dürfen.

Enterprise 2.0-Initativen verändern das Unternehmen

Enterprise 2.0 ist ein komplexer und dauerhafter Veränderungsprozess mit vielen Änderungen und Neuerungen für die Mitarbeiter. Es gilt, eine Vertrauenskultur zu schaffen und in großem Umfang zur Nutzung der Enterprise 2.0-Werkzeuge zu motivieren (z.B. durch Anerkennung von Mitarbeiteraktivitäten und einer generellen Wertschätzung der Weitergabe von Wissen). Information und Qualifikation sind wesentliche Bestandteile in einem Rollout von Enterprise 2.0-Werkzeugen. Eine Enterprise 2.0-Initiative sollte daher von einem Change Management-Programm begleitet werden. Und Enterprise 2.0 erfordert organisatorischen Gestaltungsbedarf, seien es nun die Schaffung von neuen Enterprise 2.0-spezifischen Rollen (z.B. Enterprise 2.0-Koordinator, Community-Manager, Wiki-Verantwortliche und Wiki Gärtner, interne Evangelisten) oder die Notwendigkeit, organisatorische Regelungen zu entwickeln und verabschieden. Ein organisierter Erfahrungsaustausch und systematische Reviews sind wichtige Schritte auf dem Weg zum unternehmensweiten Lernen.

Welche Detailaufgaben hinter den verschiedenen Stufen stecken verdeutlicht die folgende Präsentation im Überblick:

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Bildnachweis: © Chad McDermott – Fotolia.com

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