Microblogging im Unternehmen

Nachdem ich von Jochen Robes eine Einladung zu einem Vortrag über Microblogging in Unternehmen auf seiner Veranstaltung “Twitter: Kann man mit 140 Zeichen lernen?” im Rahmen der LEARNTEC 2010 bekommen habe, bin ich die eigenen Erfahrungen als aktiver Nutzer von Microblogs gedanklich durchgegangen und habe mit einigen Kollegen über ihre Erfahrungen gesprochen. Es zeigte sich, dass die Erfahrungen um Umgang mit Microblogs genauso vielfältig sind wie deren Einsatzgebiete in Unternehmen. Daher habe ich beschlossen, in meiner Präsentation allen Erfahrungen eine Stimme zu geben und die Vielzahl von Einflussfaktoren in ihrer Wechselwirkung in Form einer SWOT-Analyse darzustellen.

In Twitter begann zunächst eine spannende Diskussion, ob Twitter und Microblogging nicht das Gleiche sind. So wie man heute mit einem Tempo-Taschentuch alle Papiertaschentücher bezeichnet ist Twitter ein Synonym für kurze Status-Updates geworden. Aus meiner Sicht unterscheiden sich Twitter und Microblogging in folgenden Punkten:

  • Microblogging kann mit anderen Internet-Diensten als Twitter realisiert werden
  • Microblogging kann sowohl auf einer zentralen Architektur wie Twitter aufbauen, aber auch dezentrale bzw. verteilte Architekturen nutzen
  • Microblogging hat regelmäßig umfangreichere Features
  • Twitter ist öffentlich, Microblogging kann als Lösung “hinter dem Firewall” eines Unternehmens implementiert werden
  • Microblogging ist nicht auf 140 Zeichen beschränkt, aber die Grundidee bleibt erhalten, nämlich eine Microinformation (eine Information, eine Statusmeldung, eine Idee usw.) zu kommunizieren

Und hier nun als Diskussionsinput die SWOT-Analyse zu Microblogging:

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Lernen mit Twitter

Im Computermagazin von B5 aktuell des Bayerischen Rundfunks gibt es einen Podcast zum Thema “Lernen mit Twitter” mit Kurzstatements von Edgar Wang und mir. Hier die Sendung zum Nachhören.

 
icon for podpress  B5 aktuell: Lernen mit Twitter [21:19m]: Play Now | Play in Popup | Download (37)

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Twitter und Microblogging: Kann man mit 140 Zeichen lernen?

Für mich überraschend auf der LEARNTEC 2010 war das hohe Interesse an der Frage, ob und wie man mit Twitter lernen kann. Im Rahmen der Pressekonferenz zur Eröffnung der LEARNTEC durfte ich eine kurze Einführung dazu geben.

Da die Charts auf eine Visualisierung ausgerichtet sind hier in Kurzfassung die “Tonspur”, ergänzt um ein paar Links sowie für mich spannende Einsichten aus Vorträgen und Diskussionen vom Kongress.

Ob man mit Twitter lernen kann ist zumindest bei den Marktforschern umstritten. Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung stellte in einer Delphi-Befragung fest, dass in deutschen Unternehmen nicht getwittert wird wenn es um Qualifizierung geht. Rund 50 Lernexperten setzten Twitter in der Hitliste auf den letzten Platz. Genau das Gegenteil davon hat das Centre for Learning & Performance Technologies festgestellt. In der jährlichen Erhebung der Top 100-Lernwerkzeuge ist Twitter in den letzten Jahren von Platz 43 über Platz 11 auf Platz 1 im Jahr 2009 gestürmt. Dieser Meinung waren rund 270 “Learning Professionals” weltweit.

IT-Anwendungen, die stark wachsen sind immer Gegenstand einer Hype-Diskussion. Twitter hatte in den letzten Jahren phänomenale Wachstumsraten, je nach Messung häufig zwischen 1000 und 3000 Prozent. Aktuell scheint die Zahl der aktiven Twitter-Nutzer (gemessen als “Unique Visitors”) bei etwa 24 Mio. Nutzer zu stagnieren. Spannend ist, dass das Wachstum jetzt zunehmend ausserhalb der USA stattfindet. Die Deutschen sind zwar keine Twitter-Weltmeister, aber sie liegen jetzt auf Platz 5 der weltweiten Twitternutzer (hinter den USA, Brasilien, UK und Kanada). Aber: für jemanden, der heute in Twitter neu einsteigt, ist es nicht mehr so einfach sich in der “Vielfalt der Stimmen” zurechtzufinden. 60% der neuen Nutzer geben daher nach kurzer Zeit wieder auf.

icon for podpress  Statement: Kann man mit 140 Zeichen lernen: Download (59)

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Wenn die Unternehmenskultur nicht für soziale Medien geeignet ist

Im Harvard Business Review Blog gab es zum Ende des letzten Jahres einen interessanten Beitrag von Jeanne C Meister und Karie Willyerd. Dieser beschäftigte sich mit dem Thema, ob ein Unternehmen überhaupt für Enterprise 2.0 bereit ist. Beim Durchlesen dieses Beitrags ist mir eine Erfahrung aus einem Fotoshooting vor einigen Jahren als Geschäftsführer wieder in den Kopf gekommen. Da sagte der Fotograf doch ernsthaft, er hätte jetzt ein paar ganz gute Bilder gemacht, auf denen ich kompetent, aufgeschlossen und vertrauenswürdig dreinblicke. Aber es würde in einem Unternehmen nicht immer gut laufen, deswegen würde er jetzt gerne noch ein paar andere Gesichtsausdrücke von mir festhalten: “Wissen Sie, wenn in der Presse Personalabbaupläne ihres Unternehmens diskutiert werden, dann braucht man andere Bilder von ihnen”.

Hat Enterprise 2.0 noch eine Chance, wenn es mal nicht so gut läuft? Dieser Frage gehen Meister und Willyerd nach. Dazu bieten sie zwei Szenarien zum Test an und fragen hypothetisch, wie die Führungskräfte in einem Unternehmen wohl reagieren würden:

  • Eine Führungskraft bloggt öffentlich über aktuelle Personalreduktionsmaßnahmen, mit der positiven Absicht die Stimmung bei den verbleibenden Mitarbeitern zu unterstützen. Die entlassenen Mitarbeiter sind darüber erzürnt und der Blogbeitrag wird als unseriös und wenig einfühlsam angesehen.
  • In einem internen sozialen Netzwerk bekommt eine neue Dienstleistung des Personalmanagement schlechte Bewertungen und negative Kommentare. Der Leiter Personalmanagement möchte daraufhin, dass alle Kommentare gelöscht werden.

Die Art und Weise wie die Führungskräfte in einem Unternehmen auf diese beiden Szenarien reagieren, ist sehr aussagefähig über den Erfolg oder das Scheitern der Einführung sozialer Medien.

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Wie Web 2.0 unsere Arbeitswelt verändert

Zur Veröffentlichung seines neuen Buches “Enterprise 2.0: New Collaborative Tools for your Organization’s Toughest Challenges” gab Andrew McAfee in McKinsey Quarterly (eine kostenlose Registrierung ist zum vollständigen Abruf erforderlich) ein Interview. Ich möchte hier versuchen, seine wichtigsten Aussagen herauszuarbeiten und zu analysieren.

Wie fängt man mit Enterprise 2.0 an: Top-Down oder Bottom-Up?

Die Vertreter der Bottom-Up-Schule argumentieren, dass es ausreichend ist, die Web 2.0-Werkzeuge bereitzustellen und die weitere Entwicklung den Kräften der Selbstregulierung zu überlassen.  “If we build it, they will come” ist das Glaubenbekenntnis dieser Schule. Die Durchdringung des Unternehmens erfolgt dann von unten nach oben und das Management soll, falls es davon überhaupt etwas mitbekommt, allenfalls die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen.

Die andere Schule geht davon aus, dass eine Einführung Top-Down erfolgen muss. Die Unternehmensleitung muss zumindest signalisieren, dass diese neuen Arbeitsformen gewünscht sind und im Einklang mit den Zielen des Unternehmens stehen. Andernfalls würden sich die Mitarbeiter die ganzen Entwicklungen “von der Seitenlinie” aus anschauen und sich fragen, ob sich ein persönliches Engagement lohnt.

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Was Nutzer von Google Wave halten

Google hat gestern Nachmittag die Ergebnisse einer Umfrage unter den Nutzern von Google Wave veröffentlicht. Positiv sehen die Nutzer danach insbesondere das Konzept von Google Wave, die Möglichkeiten der Kollaboration und dass die gesamte Kommunikation sowie alle Dokumente integriert sind.

Google Wave Like

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Einfach drauf los oder erstmal ein Gerüst bauen?

Eine neue Generation von Web-Anwendungen steht vor der Tür, und deren zentrale Eigenschaften sind Personenzentriertheit und Echtzeitkommunikation. Nach meinen ersten Erfahrungen mit diesen Eigenschaften beim Einstieg in Google Wave wollte ich nun Google Wave in einem konkreten Anwendungsfall testen. Der kommende Enterprise 2.0 SUMMIT bot dazu gute Chancen, Martin Koser war als Community-Manager für diese Veranstaltung für den Einsatz von Google Wave zu begeistern, unsere Pläne sprachen sich schnell herum und spätestens nach einem Blogbeitrag von Lee Bryant, in welchem er das Experiment als veranstaltungsbegleitende Diskussion und kollaborative Dokumentation ankündigte, gab es kein Zurück mehr.

“Build it, and they will come”, dass das nicht funktioniert hat sich spätestens seit der Formulierung als ein “Adoption Anti-Pattern” auch in der Enterprise 2.0-Welt herumgesprochen. Das ist erstmal eine Behauptung, aber jeder der möchte (und einen Google Wave-Zugang hat) kann sich selbst ein Bild davon machen.

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Ich und meine erste Welle

Die erste Euphorie hat sich gelegt” oder “Ein Selbstgespräch über Google Wave“: wenn man diese ersten Bewertungen liest, könnte man den Eindruck bekommen, dass der Hype bereits vorbei ist. Google Wave wurde am 27. Mai 2009 angekündigt und hat in den letzten 6 Monaten seit der Ankündigung viele Diskussionen über die Eignung als Plattform für eine Echtzeit-Kommunikation und Kollaboration angestoßen.

Da man Google Wave bislang nur dann nutzen kann, wenn man von jemandem eingeladen wird, ist natürlich der Wunsch geweckt, auch dabei zu sein. Hat man dann die ersehnte Einladung bekommen und die Registrierung geschafft, reibt man sich verwundert die Augen: Niemand da! Bis auf einen Doctor Wave mit seiner Willkommens-Mail hat man nichts in seinem Eingangskorb.

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Lernen zwischen Bildungsinstitution und Twitterwolke

Letzten Donnerstag 18. November 2009 nachmittag durfte ich auf dem Forum E-Society der FHS St. Gallen Impulse zum Thema Lernen im Web 2.0 und im Betrieb vortragen. Ein Kollege der FHS hat bereits dazu eine kurze Zusammenfassung geleistet.

Vortrag hier zum Durchblättern:

Viele Bilder sind nicht selbsterklärend. Daher kann mein Vortrag mit zusätzlichen, erklärenden Notizen auf slideshare heruntergeladen werden.

Zusammenfassend ging es mir um folgende Bereiche:

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Wie sozial darf Enterprise 2.0 sein?

Im Vorfeld des Enterprise 2.0-Summits hat Dion Hinchcliffe eine “Enterprise 2.0 Masterclass” gehalten. Eine interessante Diskussion entwickelte sich dort rund um die Frage, ob der Begriff “soziale Software” oder “soziale Medien” für die Akzeptanz in den Unternehmen nicht eher hinderlich ist. Dion Hinchcliffe sagte dazu, dass die Wahl des richtigen Begriffs für die Akzeptanz eines Themas entscheidend ist und “sozial” in den Unternehmen eher als negativ geprägtes Wort gesehen wird. Die ernsthafte Diskussion spielt sich seiner Meinung nach rund um den Begriff “Enterprise 2.0″ statt.

Lee Bryant stellte die Frage, welche alternativen Begriffe es dann gibt, die die Rolle von Menschen und Netzwerken im Geschäft aussagefähig beschreiben. Andrew McAfee hat sich ebenfalls zu dem Thema geäußert. Er sieht es als schwierig an, “soziale Werkzeuge” an Entscheidungsträger zu “verkaufen”. Der Begriff “sozial” hilft ihnen nicht zu verstehen, worum es eigentlich geht. Als attraktiver hingegen sieht er den Begriff “kollaborative Werkzeuge”.

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