Social Business: Aus dem Hype ist Realität geworden

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Unsere im Jahr 2011 erstellte Social Business Studie zeigte, dass die Anwendungen von Social Business innerhalb der Unternehmen, die wir als “Blaupausen” beschrieben und systematisiert haben, sich zunehmend durchsetzen. Schon damals konnten wir den zunehmenden Wandel der Unternehmen durch Social Media erkennen. Zudem stellten wir im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verlagerung von der “Early Adopter”-Gruppe hin zur “Late Majority” fest. Das sind diejenigen, konservativ geprägten Unternehmen, die sich neuen Trends erst dann widmen, wenn ein klarer Nutzungsnachweis vorhanden ist und die Gefahr besteht den Anschluss zu verlieren.

Wie die aktuellen Ergebnisse verschiedener Studien belegen hat sich dieser Trend fortgesetzt:

  • Bezüglich der Erfahrungen einzelner Fachbereiche zeigt sich in der aktuellen PAC Studie 2013, dass knapp 60% aller befragten Unternehmen mindestens erste Pilotprojekte in Bezug auf “Social Collaboration” gestartet haben. Ca. 10% geben an, die Einführung bereits vollständig umgesetzt zu haben, während weitere 22% noch gar keine Erfahrungen in diesem Bereich besitzen.
  • Die AIIM Studie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass derzeit 75% der untersuchten Unternehmen soziale Technologien intern in der ein oder anderen Form nutzen. 30% verfügen über eine unternehmensweite Plattform, auf der alle Informationen zum Kommunikations- und Kollaborationsaustausch zentral bereitgestellt werden können.
  • Ein Längsschnittvergleich in der Studie von McKinsey 2013 belegt im untersuchten Zeitraum von 2009-2012 eine deutliche Zunahme der Nutzungshäufigkeit von sozialen Technologien. Starken Zuwachs findet man hier insbesondere bei den sozialen Netzwerken, den Blogs und dem Microblogging. Als neue Schwerpunkte sind 2012  Online-Videokonferenzen und der kollaborative Dokumentenaustausch dazugekommen, wobei sich die Videokonferenzen zugleich an die Spitze der am häufigsten genutzten Technologien gesetzt haben.

McKinsey 2013 - Soziale Technologien auf dem Vormarsch

McKinsey Global Survey Results 2013 – Evolution of the networked enterprise

  • Der zunehmende Einsatz von sozialen Technologien ist auch in der Bitkom Studie 2013 nachweisbar. Bei den dort untersuchten ITK- Unternehmen wird Social Media zu 77% extern und zu 71% intern genutzt.
  • Die meisten Unternehmen, die in diesem Umfeld aktiv werden, sind laut einer Studie von Altimeter 2013 wiederum der Meinung, dass sie eine einigermaßen schlüssige Strategie besitzen, die an Geschäftszielen und Ergebnissen ausgerichtet ist. Führungsleitlinien, Rollen, Zuständigkeiten sowie das Risiko- und Krisenmanagement sind identifiziert, bereitgestellt und durchgehend im Unternehmen eingeführt.
Altimeter 2013 - Coherent Social Strategies

Quelle: Altimeter Group Social Business Strategy Survey, Q4, 2012

  • Eine Studie von Capgemini 2012 zeigt, dass mittlerweile Unternehmen aus allen Branchen soziale Technologien nutzen und die Verlagerung von der IT-Branche hin zu allen Branchen längst vollzogen wurde.

Aktuelle Vorreiter in Bezug auf unternehmensweite Enterprise 2.0 Plattformen  im Raum, die häufig als Fallbeispiele vorgestellt und diskutiert werden, sind:

Anhand dieser Ergebnisse wird deutlich, dass sich auch weiterhin ein positives Bild des Durchdringungsgrades abzeichnet. Ein Trend der sich auch sicher weiter fortsetzen wird. Die Frage nach dem “must have” stellt sich demnach nicht mehr. Vielmehr stellt sich nun immer mehr die Frage nach dem “how to”. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigt dazu, dass der Wandel hin zum Social Business ein Vorhaben mit großen Herausforderungen ist. Jeder zweite Fachbereich setzt dabei laut PAC bei der Umsetzung von “Social Collaboration” auf die Unterstützung durch externe Dienstleister. Sogar jeder fünfte Fachbereichs- Verantwortliche schätzt die externe Unterstützung bei der Strategieentwicklung als sehr bedeutend ein. Bemerkenswert dabei ist, das der Bedarf an externer Unterstützung über alle Projektphasen hinweg signifikant ist.

Für den Erfolg ist eine systematische Vorgehensweise notwendig, die einen entsprechenden Ressourceneinsatz und Zeitaufwand erfordert:

  • Die erforderliche Qualifizierung von Mitarbeitern und Führungskräften muss vorab geplant und sinnvoll eingebunden werden.
  • Praktische Nutzungsmöglichkeiten in Form von Use Cases und Anwendungsszenarien müssen definiert und entwickelt werden. Gegebenenfalls muss auch ein Blick über den Tellerrand hin zu anderen, in der erfolgreichen Umsetzung bereits fortgeschritteneren Unternehmen, gewagt werden.
  • Neue Arbeits- und Organisationsmodelle müssen abgeleitet und ausgearbeitet werden, die mit einer Neuausrichtung der Unternehmenskultur einhergehen.
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