Neue Wege des Arbeitens für die Unternehmen des 21. Jahrhunderts

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Auf der Online-Version von McKinsey Quarterly findet man ein 5-minütiges Interview mit Don Tapscott zum Thema “Making internal collaboration work”. Diese 5 Minuten lohnen sich, da Don Tapscott in diesem Interview dem Zuhörer wichtige Botschaften in Erinnerung ruft:

  • Wir sind in den Unternehmen noch in einem frühen Stadium der Einführung von kollaborativen Technologien und es wird noch Zeit brauchen, bis sich das Wesen und die Art der Arbeit in den Unternehmen entsprechend verändert. Die Verantwortlichen in den Unternehmen müssen sich die Zeit nehmen, nicht nur über technologische Aspekte, sondern auch über neue Wege des Arbeitens unter Nutzung der kollaborativen Technologien nachzudenken.
  • Veränderungen rufen Widerstände vor. Auf Nichtbeachtung, Spott und sogar Feindseligkeit trifft nicht selten, wenn man über den Einsatz von Kollaborationsplattformen und Enterprise 2.0-Werkzeugen im zukünftigen Arbeitsalltag spricht. Wenn man die Möglichkeit hat, aufgrund des individuellen oder hierarchischen Status im Unternehmen Einfluss auf ein Face-to-Face-Meeting zu nehmen, warum sollte man sich dann auf eine kollaborative Plattform begeben, bei der die Kompetenz im Mittelpunkt steht (“Meritokratie”)?
  • Kollaborationsplattformen und Enterprise 2.0-Werkzeuge ermöglichen eine Kooperation über Inhalte sowie eine kollaborative Entscheidungsfindung. Damit entsteht ein neues “Betriebssystem” für die Unternehmen des 21. Jahrhunderts, das die Kompetenzen der Mitarbeiter viel besser zur Entfaltung bringen kann.

Die Gründe für das Scheitern vieler Wissensmanagement-Projekte, die schwindende Bedeutung der bisherigen Grenzen eines Unternehmens und die Rolle von jungen Mitarbeitern spricht Don Tapscott in dem Interview ebenso an wie die Zukunftsperspektive der E-Mail und die Notwendigkeit einer sehr guten Usability der Kollaborationswerkzeuge.

Am Ende fand ich es schade, dass das Interview nur 5 Minuten gedauert hat. Ich hätte gerne mehr gehört.

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