Enterprise 2.0: Was tun, wenn der erste Schwung vorbei ist?

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Zunächst besteht viel Interesse an Enterprise 2.0, nach einer zunächst erfreulichen Entwicklung stagniert aber häufig die weitere Ausdehnung. Woran kann das liegen? Was kann man in einer solchen Situation tun? Mit möglichen Handlungskonzepten für die unternehmensweite Weiterentwicklung von Enterprise 2.0-Initiativen haben sich Enterprise 2.0-Praktiker in einem Workshop der Enterprise 2.0 Community, organisiert von n:sight Research, beschäftigt.

Als Ausgangssituation wurde ein Unternehmen angenommen, das die Pilotphase von Enterprise 2.0 überstanden und die initiale Einführungsphase hinter sich hat. Aber bei der unternehmensweite Nutzung in der Breite zunehmend schleppend vorankommt:

  • Die Einführung von Enterprise 2.0 wird nicht von allen Mitarbeitern in gleicher Weise angenommen.
  • Nach einer zunächst positiven Entwicklung stagniert die weitere Verbreitung.
  • Enterprise 2.0 macht sehr deutlich auf organisatorische Schwachstellen aufmerksam.
  • Es besteht die Herausforderung, die Veränderungen in Bezug auf neue Arbeitswelten, die Geschäftsprozesse und die Unternehmenskultur auf das ganze Unternehmen in einer systematischen Art und Weise auszudehnen.

In der Diskussion im Workshop hat sich ein Reifegradmodell herausgebildet:

Auf Basis dieses Reifegradmodells konnten rückblickend Empfehlungen für Unternehmen, die sich noch in der Test-, Pilot- oder Einführungsphase befinden, abgeleitet werden. Diese Empfehlungen wurden in die Themenfelder Strategie, Mitarbeiter und Technik von Enterprise 2.0 eingeordnet. Und den spannenden Blick nach vorne prägen Herausforderungen wie:

  • Social Media-Kompetenzen können bei den unterschiedlichen Generationen im Unternehmen nicht vorausgesetzt werden und müssen gezielt entwickelt werden. Zur Gestaltung zukünftiger Arbeitswelten ist es erforderlich, einen Bezug von Enterprise 2.0-Werkzeugen zu konkreten Arbeitsaufgaben herzustellen, systematisch Bedarfe zu ermitteln und eine schnelle Reaktion sicherzustellen.
  • Aus Sicht der Organisationsentwicklung ist notwendig, begleitende Aktivitäten und Projekte zur stärkeren Durchdringung und Veränderung des Unternehmens zu gestalten. Es wird notwendig, Management-Awareness für den transformativen Charakter von Enterprise 2.0 zu wecken (z.B. Rolle der Führung, Open Innovation, internes Innovationsmanagement).
  • Aus Sicht der Technik gilt es, eine Lösungsplattform bereitzustellen, die eine schnelle Reaktion auf einen auftretenden Bedarf ermöglicht. Dazu müssen die IT-Prozesse zur Einführung, zum Betrieb und zum Upgrade im Kontext von Enterprise 2.0 professionalisiert werden.

Die Empfehlungen und Zukunftsperspektiven sind in der folgenden Präsentation zusammengefasst:

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Bildnachweis – Bild oben: aboutpixel.de / Pins V © Thorsten Kienemann

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