Month: Mai 2011

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Kompetenzen für Social Media: Wir schulen nicht, wir lassen entdecken!

Bildnachweis: © illu24 – Fotolia.comSocial Media ist auf dem Sprung, immer breiter in die Arbeitswelt einzuziehen. Die innovativen Social Media-Tools sind auf dem Weg, zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand zu werden. Doch halt, nicht so schnell. Wie kommt es, dass selbst in Unternehmen, die sich mit der Beratung zu und Implementierung von Enterprise 2.0 und Social Business beschäftigen und in denen überwiegend jüngere Mitarbeiter arbeiten, diese Tools wenn überhaupt dann nur gelegentlich genutzt werden? Das hat etwas mit den Fertigkeiten, den Fähigkeiten und den Verhaltensmustern zu tun. Drei Gruppen können unterscheiden werden:

  • Die Social Media-Aktiven der ersten Stunde, die in den letzten 6 Jahren über “Learning-by-Doing” mit den unterschiedlichsten (und es waren wirklich viele) Tools experimentiert und dadurch “ihre” Tools für den Umgang mit dem Social Web gefunden haben. Sie sind in der Lage, durch die erworbenen Fertigkeiten im Umgang mit den Tools relativ zügig auch geschäftlich-orientierte Lösungen zu nutzen und haben typischerweise die Fähigkeiten und Verhaltensmuster, die erforderlich sind, um diese für die tägliche Arbeit zielgerichtet einzusetzen.
  • Die Digital Natives, deren Generation durch das Vorhandensein dieser Tools definiert ist. Die Fertigkeiten im Umgang damit wird man ihnen nicht absprechen können, aber es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, welcher Überzeugungsaufwand notwendig ist, diese Tools nicht nur im privaten Umfeld zu nutzen, sondern auch zielgerichtet für Lern- und Arbeitsprozesse einzusetzen.
  • Und dann gibt es die große Gruppe an Mitarbeitern, die nicht zu den Aktiven der ersten Stunde gehören und auch keine Digital Natives mehr sind. Wie vermittelt man denen die notwendigen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Verhaltensmuster für den Einsatz von Social Media? Man hat keine weiteren 6 Jahre Zeit in Eigeninitative zu lernen, wie man mit Social Media umgeht.

Ein Unternehmen, das von Social Media profitieren möchte, ist nicht gut beraten darauf zu vertrauen, dass sich die Mitarbeiter diese Medienkompetenz irgendwie beschaffen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass zunehmend die Frage gestellt wird, wie man diese Kompetenzen entwickeln kann. Und ob sich klassische Lernformen vom Präsenzunterricht bis hin zum E-Learning dazu überhaupt eignen.

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Der Wandel der Unternehmen durch Social Media setzt sich fort

Meine Kollegen und ich sind gerade dabei, unsere diesjährige Social Business-Studie (aka Enterprise 2.0, Collaboration 2.0 usw.) zu erstellen. Wie im letzten Jahr haben wir als Grundlage der Studie qualitative Fallstudienmaterialien aus vielfältigen Quellen von Unternehmen und Organisationen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) genutzt. Eine erste Beobachtung: seit unserer Studie im letzten Jahr hat sich das Thema dynamisch weiterentwickelt. Im letzten Jahr konnten wir von einer Fallbasis von 72 Unternehmen und Organisationen ausgehen, in diesem Jahr können wir bereits auf Informationen aus über 200 Unternehmen und Organisationen zurückgreifen.

Anwendungsszenarien werden sichtbar

Als Themenschwerpunkt für die diesjährige Studie haben wir uns das Ziel gesetzt herauszufinden, was die Unternehmen mit Social Software eigentlich machen. Die Anwendungsszenarien für Social Software, wir nutzen dazu den Begriff “Blaupausen”, sind sehr vielfältig und es war spannend herauszufinden, welche Blaupausen es überhaupt gibt. Wir haben bis heute über 50 Blaupausen entdeckt, die sich wiederum in 10 Einsatzfelder zusammenfassen lassen:

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