Month: September 2010

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Kompetenzen für Social Media in Unternehmen aktiv entwickeln

Wettbewerbsvorteile entstehen nicht durch die Bereitstellung von Social Media Werkzeugen selbst, sondern erst über die aktive Nutzung dieser Werkzeuge durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die hohe Usability vieler dieser Werkzeuge und deren Akzeptanz im privaten Bereich verstellten bislang den Blick darauf, dass für eine erfolgreiche Nutzung neben einem soliden Know-How zu den Werkzeugen insbesondere neue Arbeitsformen und Arbeitsweisen eine Voraussetzung sind.

Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Social Media in den Unternehmen entstehen aber nicht ohne aktive Kompetenzentwicklung. Sandra Schön (aka Schaffert) und Martin Ebner haben dazu mit mir ein Interview für das L3T-Projekt geführt.


Die aktive Entwicklung der Kompetenzen im Umgang mit Social Media ist eine zwingende Voraussetzung, um das technologische Potential abzurufen und neue Arbeitsformen und Arbeitsweisen zu realisieren. Und dürfen daher bei keiner Social-Media- / Enterprise 2.0-Roadmap fehlen.

Organisatorisches Kapital durch soziale Technologien aufbauen

Innovationen funktionieren heute anders. Das hat Irving Wladawsky-Berger auf dem IBM Event “Reinventing Relationships” deutlich gemacht. Es ging bei diesem Event um IBMs brandneue Toolsuite aus dem Projekt Northstar, einer Kombination aus Content-Management, Enterprise Portal und Mashup Presentation-Framework, integrierter sozialer und Echtzeitkommunikation, Suchfunktionen, Personalisierung, Marketing-Tools, Integrationsfunktionen, Unterstützung mobiler Endgeräte, Echtzeitanalysen und Rich Media-Management. Die neue Software-Familie, IBM Customer Experience Suite genannt, soll den nächsten Schritt in die Zukunft der Weberlebnisse ermöglichen. Das Beste aus dem Web sowie aus der Welt der Kollaborations- und sozialen Software, mit der Zielsetzung, überzeugende, kontextorientierte und einzigartige Weberlebnis für Kunden, Partner, Mitarbeiter und Bürger zu schaffen.

Früher wurden Technologien Top-Down entwickelt und eingeführt, erläuterte Irving Wladawsky-Berger. Mit dem Internet ist alles ganz anders geworden. Das Internet, selbst eine Bottom-Up-Innovation, hat die Spielregeln verändert. Vor vierzig Jahren konnten sich nur große Unternehmen, Universitäten und Forschungslabore IT leisten, da nur sie in der Lage waren, die teuren Mainframes und Supercomputer zu bezahlen. Mit den PCs fanden dann die Innovationen zuerst den Weg in den Konsumentenmarkt und danach erst in die Unternehmen. “Weihnachtseffekt” nannten die IT-Leiter das vor 25 Jahren. Der private PC mit den vielen neuen Programmen, den man zu Weihnachten bekommen hatte und ausgiebig ausprobieren konnte, mit dem konnte man viel einfacher Texte schreiben als mit der Textverarbeitung im Unternehmen. Auf einmal wussten die Mitarbeiter mehr als die IT-Verantwortlichen. Und vor allem: sie wollten mehr IT – und bekamen es im Laufe der Zeit.

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Legalize it, don’t Criticize it

“Enterprise 2.0 wird nicht mehr aufzuhalten sein, wir sind überzeugt davon, dass das der richtige Weg ist und unser Management fragt auch schon nach. Aber es wird noch einige Monate (?) dauern bis der Rollout unserer strategischen IT-Plattform für die Zusammenarbeit im Unternehmen, für die wir uns schon vor einiger Zeit entschieden haben, abgeschlossen ist und wir hoffentlich im nächsten Schritt mit einem Upgrade auf das aktuelle Release dann Enterprise 2.0-fähig werden.”  So oder ähnlich hört man es heute in vielen Unternehmen, wenn man mit Vertretern des IT-Bereichs spricht.

Schade nur, dass die Kunden das nicht mitmachen. Mit der Vielfalt an Web 2.0-Technologien haben die Kunden unheimlich viel Macht in die Hand bekommen. Kunden haben damit häufig mehr Informationen als die eigenen Mitarbeiter. Kundenfeedback und Empfehlungen anderer werden Basis für die eigene Kaufentscheidung. Während eines Entscheidungsprozesses hört der Kunde nicht nur dem Unternehmen zu, sondern nutzt auch Informationen aus seinen sozialen Netzwerken. Welchen Informationen der Kunde mehr vertraut? Nun, ich, denke das ist eine rein formale Frage auf die die Antwort klar ist. Die Partizipationschancen der Kunden, die im Buch “Groundswell” von Charlene Li und Josh Bernoff in Form einer “Mitmach-Leiter” beschrieben wurden, werden längst genutzt.

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