Mitarbeiterengagement und -zufriedenheit durch Web 2.0

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Beiträge der Reihe: Auf der Suche nach dem ROI 2.0


Die Aberdeen Group hat eine interessante Studie mit dem Titel “HR Executive’s Guide to Web 2.0 – Cracking the Code for Talent Management” veröffentlicht. Die Studie bezieht sich aus einer Gesamtheit von über 500 Unternehmen auf 220 Unternehmen, die Web 2.0-Werkzeuge für das Talentmangement einsetzen.

Der Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen in den verschiedenen Phasen des Talentmanagement-Zyklus hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Rekrutierung, der Qualifizierung und der Einarbeitung deutlich gesteigert.

Talentmanagement-Zyklus

Nun ist ein verstärkter Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen nur ein sehr früher Indikator für mögliche positive Wirkungseffekte. Es könnte auch nur ein Hype sein, man macht es halt weil andere es auch machen. In der Studie versuchen die Autoren deshalb, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dazu bilden sie eine Gruppe von “Best-In-Class”-Unternehmen, die 20% der Grundgesamtheit umfassen. Diese Unternehmen zeichnen sich durch eine Reihe von Performance Kriterien aus:

  • 34% Steigerung der “Time to Productivity”, d.h. wie schnell kann ein neuer Mitarbeiter produktiv eingesetzt werden
  • 31% Erhöhung der Mitarbeiterbindung
  • 78% der Mitarbeiter geben an, dass sie ein hohes berufliches Engagement haben

Es zeigt sich, dass die Gruppe der erfolgreichen Unternehmen klare Prioritäten beim Einsatz von Web 2.0-Werkzeuge haben. Die Steigerung des Fähigkeiten des Unternehmens zur Kollaboration und Kooperation stehen bei den erfolgreichen Unternehmen im Zentrum der Nutzung von Web 2.0-Werkzeugen.

Kollaboration in erfolgreichen Unternehmen

Es gibt also ein Muster, bei dem der strategische (gezielte) Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen gemeinsam mit einem größeren Erfolg bei verschiedenen Performance-Parametern auftritt. Aber warum ist das so? Bei der Suche nach den kausalen Zusammenhängen bin ich auf dieses Schaubild gestoßen:

Erfolgszyklus

Danach wirkt sich mehr Vertrauen in die Mitarbeiter, praktisch umgesetzt durch mehr Eigenverantwortung und größere Freiräume, positiv auf die das berufliche Engagement der Mitarbeiter und ihre Zufriedenheit aus. Dadurch entsteht ein größerer Kundennutzen und eine höhere Kundenzufriedenheit, woraus letztendlich dann der Unternehmenserfolg resultiert. Die Studie belegt, dass solche Unternehmen, die Web 2.0-Werkzeuge nutzen, eine deutlich höhere Steigerung beim beruflichen Engagement, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen haben als solche Unternehmen, die Web 2.0-Werkzeuge nicht nutzen.

Wirkung von Web 2.0-Tools

Ein kurzer Blick in die Empfehlungen der Studie:

  • Unternehmen, die jetzt noch nicht mit dem Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen begonnen haben, sollten nun starten
  • Erforderlich für Web 2.0 im Unternehmen sind Erfolgsmetriken und ein regelmäßiges Monitoring
  • Man braucht eine klare Vorstellung, was man erreichen möchte und ein wirkungsvolles Change Management

Diese Studie kann bis zum 11.09.2009 nach Anmeldung kostenfrei von der Webseite der Aberdeen Group heruntergeladen werden.

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