Lernen und Wissen teilen mit Web 2.0

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Im Rahmen der E-Learning Roadshow, veranstaltet vom Deutschsprachigen Netzwerk der E-Learning Akteure D-ELAN e.V. und dem Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr NEG bei der IHK in Stuttgart am 09. Juli 2009 durfte ich über unsere Erfahrungen aus dem LERNET 2.0-Projekt berichten. Der Vortrag dazu im folgenden zum „Durchblättern“:

Der Vortrag wurde auch aufgezeichnet, allerdings mit eingeschränkter Tonqualität. Den Podcast dazu findet man im Anhang.

Nach dem Vortrag wurden Fragen gestellt, die ich hier kurz beantworten möchte:

Wie organisiert man eine gemeinsame Wissensbasis in einem Projekt z.B. in delicious, wenn jeder der Projektteilnehmer bereits eigene Wissensbasen bzw. Bookmarking-Dienste nutzt?

Wir legen zunächst für jedes Projekt eine Wissensbasis an, um sicherzustellen, dass projektbezogene Inhalte von allen Projektbeteiligten sehr schnell gefunden werden.

Die Nutzung von persönlichen Bookmarks für Projekt-Wissensdepots geschieht in aller Regel auf zwei Wegen, die Bookmarking-Dienste auch als Funktionen anbieten:

1. Teilen (Sharen) einzelner, empfohlener und geeigneter Inhaltequellen. Bookmarks von Personen, die inhaltlich in den Projektkontext passen, werden in das eigene Wissens-Netzwerk aufgenommen, indem man sie „sichert“.

2. Die Verschlagwortung (Tagging) und Kategoriesierung ermöglichen, die Inhalte projektunabhängig auch in anderen Projekten und für völlig andere Zwecke weiter zu verwerten z.B. zur Aufnahme in die Lernplattform, ins Wiki, in einen Produktkatalog.

Wie entscheidet man, welche Anwendung wird intern und welche extern eingesetzt?

Das ist sicher eine der Gretchen-Fragen des Web 2.0. Die Offenheit von Web 2.0 Anwendungen lässt (leider) fast immer beides zu, so dass das Kommunikations- oder das Servicekonzept definieren muss, welche Kanäle werden nur intern bedient und welche gehen auch nach außen zum Kunden bzw. in die Öffentlichkeit und umgekehrt.

In unserem Falle haben wir zur Unterstützung der Kommunikation im Projektteam einen Microblog, der nur intern (in einer geschlossenen Umgebung) genutzt werden kann. Der Themen-Blog, Twitter, slideshare für Vorträge und verschiedene andere Tools werden nach außen zu PR, Marketing und Kommunikationszwecken eingesetzt. Für die Wissensbasis in delicious gibt es sowohl öffentliche, im Internet gesammelte, als auch projektinterne Bookmarks, die über dieselbe Plattform gemanagt werden. Bei den Projektinternen handelt es sich um nicht-öffentliche Unternehmens-Dokumente oder Zugänge zu kostenpflichtigen Inhaltedatenbanken, die nur restriktiv genutzt werden dürfen.

Die Verwendung interner und externer Kanäle in unserem Projekt wird im angehängten pdf-Dokument zusammengefasst.