Change Management geht Web 2.0: Urknall oder Irrweg?

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Joachim Niemeier Change ManagementAm 14.07.2009 findet bei der Know How! AG von 16:00 – 19:30 Uhr ein offener ExpertPoint zum Thema Change Management statt. Über Web 2.0 wird mittlerweile in vielen Unternehmen gesprochen, zunehmend stehen die entsprechenden Technologien wie Wikis, Blogs, Microblogs, soziale Netzwerke und vieles mehr zur Verfügung. Aber kann man Web 2.0 auch nutzen, um ein Change Management Projekt erfolgreich zu gestalten?

In diesem Workshop möchte ich praxisnah die Grundlagen des Einsatzes von Web 2.0-Technologien im Change Management und ihre Vor- und Nachteile vorstellen:

          1. Web 2.0-Werkzeuge zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine hohe Interaktivität ermöglichen (Stichwort: “Mitmach-Web”). Dies eröffnet für ein Veränderungsvorhaben neuartige Partizipationsmöglichkeiten, die Betroffenen können zu aktiven Mitgestaltern werden.
          2. Web 2.0-Anwendungen sind auf soziale Vernetzung und kollaboratives Arbeiten ausgelegt. In Veränderungsvorhaben wird der Aufbau von Beziehungen/Kooperation, von Wissensnetzwerken und die Vernetzung von Wissen unterstützt (Stichwort: „Kollektive Intelligenz“).
          3. Es entstehen neue Wege der Kommunikation mit den Nutzern und zur Informationsgewinnung über die Nutzer selbst sowie eine permanente Weiterentwicklung von Lernchancen (Stichwort: “Soziale Medien”).

          Welche Möglichkeiten halten dem beruflichen Alltag stand?  Und wie können diese im Change Management wirkungsvoll einsetzt werden? Sind die Web 2.0 Technologien eine gute Erweiterung bei Veränderungsprozessen oder doch nur ein Hype?

          Hier gibt es Informationen zur Anmeldung.

          [Update vom 16.07.2009] Hier gibt es den Vortrag:

          [slideshare id=1723813&doc=changemanagementgehtweb2-0-090721043407-phpapp01]

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          • Joachim Niemeier

            @JWD

            Die Diskussionsergebnisse muss ich noch aufarbeiten, hier zunächst einmal meine Einführungspräsentation.

          • @Wittkewitz

            Ihr Kommentar ist sehr richtig und wichtig:

            Ein E2.0/Web 2.0-Projekt selbst erfordert aus vielfältigen Gründen ein aktives Change Management. Als wenn das nicht schon anspruchsvoll genug wäre, warum denn jetzt auch noch über die Nutzung von Web 2.0 beim Change Management nachdenken? Aus meiner Erfahrung habe ich dazu zwei Anmerkungen:

            1. In jedem Change Management-Projekt gibt es die Chance, Web 2.0-Werkzeuge als ERGÄNZUNG zu den traditionellen und 1.0-Werkzeugen einzusetzen. Die Reichweite, die Wirkungen usw. sind dann natürlich begrenzt, aber man wird durchaus positive Effekte für das Change-Vorhaben erzielen können. Nutzt man Web 2.0-Werkzeuge als ERSATZ für traditionelle und 1.0-Werkzeuge, wird man sich natürlich sehr viel mehr in Richtung der 2.0-Ideenwelt bewegen und innovative Vorgehensweisen realisieren können. Aber, und deswegen finde ich Ihren Kommentar auch so spannend, die Komplexität des Vorhabens wird sich dadurch massiv erhöhen.

            2. Zum Thema Change Management für ein E2.0/Web 2.0-Projekt habe ich aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen heraus aktuell die “Arbeitshypothese”, dass ein signifikanter Teil der Change-Aktivitäten schon VOR dem E2.0/Web 2.0-Projekt umgesetzt sein müssen. Oder anders ausgedrückt: wer in der 1.0-Welt nicht schon einen gewissen Reifegrad oder ein bestimmtes Business Excellence-Niveau (wie immer man das ausdrücken mag) erreicht hat, wenn für ein Unternehmen Kooperation, Kollaboration und Partizipation Neuland ist, dann hilft auch kein “2.0-Projekt”. Im Gegenteil, die Gefahr des Scheiterns ist sehr hoch.

          • JWD

            Mindmap, Metaplan und morphologischer Kasten war gestern – Web2.0 oder E2.0 heute. Egal wie wir die Dinge nennen: es geht um den Menschen, den Mitarbeiter, seine Ideen.

            Tatsächlich sind die neuen Medien gerade für alt-eingesessene Mitarbeiter motivierend; sie stehen loyal zum Unternehmen, möchten aber auch gern die Firmen-Vision/Botschaft, sowie ihre Erfahrungen “aus dem Eiweiß-Computer” weitergeben.

            Ich bin über die Hinweise/Ergebnisse aus dieser Veranstaltung gespannt und an ihnen sehr interessiert.

          • Jedes E2.0- bzw. Web2.0-Projekt, das ich im Firmenumfeld (Extra-Intranet) geleitet habe, war zu 25% ein IT und zu 75% ein Change Management Projekt. Ich würde daher fast vermuten, dass der Anteil der organisatorischen Veränderungen zusätzlich zum projektierten Ziel explodieren wird. Kurz: Die Komplexität steigt mit den sogenannten und selten in der Realität fassbaren Synergieeeffekten…

            Es ist daher sicher sinnvoll beides nur verquicken, wenn eine notwendige Veranlassung bevorsteht, also Firmen ihre Kommandostrukturen zugunsten modernerer Strategiemodelle aufgeben…