Vom Push zum Pull-Marketing

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Marketing unterscheidet in der Kundenansprache zwischen Push- und Pull-Methoden. Mehr oder weniger aggressive Informationsüberflutung der Zielgruppe wie beispielsweise durch das Fernsehen, Radio, E-Mails oder Bannerwerbung hat zum primären Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen. Durch stetig steigenden Informations-Push sinkt die Effektivität und das Aufwand-Nutzen-Verhältnis dieser Werbemethoden. Ziel von Pull-Marketing hingegen ist, dass die Zielkunden aktiv werden und selbständig angebotene Informationen und Services abfragen und nutzen. Werbebotschaften und –inhalte müssen für den Kunden so interessant sein, dass er eine Kommunikation mit dem werbetreibenden Unternehmen selbst initiiert. Wenn dieses Ziel erreicht wird, kann eine neue Qualität des Marketing erreicht werden: Rückmeldungen von (potentiellen) Kunden werden zur Gestaltung des Marketing und auch der angebotenen Leistungen selbst einbezogen.

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Die Transformation der Marketingkommunikation vom Information-Push zum Information-Pull und damit zum interaktiven Dialog im Kundenmanagement, wird unterstützt und gestaltet durch Web 2.0 Tools und Technologien und den Einsatz von Blogs, Podcasts, RSS, Wikis, Tags, Vertical Search und kollaboratives Filtern oder Rich Internet Applications für das Kundenmanagement.

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  • Martina Goehring

    Es gibt eine Diplomarbeit im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
    im Studiengang Betriebswirtschaftslehre bei Prof. Sonntag und Prof. Ortmanns
    an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden von Theresa Förster, die sich mit den Erfolgsfaktoren und Akzeptanz von Push- und Pull-Marketingmaßnahmen im B2B-Bereich befasst hat. Diese wurde für die T-Systems Multimedia Solutions GmbH erstellt, so dass ich nicht weiß, ob sie auch öffentlich zugänglich ist. Die Arbeit ist aus 2006. Eigentlich müsste es inzwischen einiges mehr an Informationen rund um dieses Thema geben.

    Wir berichten aus unseren Erfahrungen, die wir in Kundenprojekten machen. Für uns ist dieses Thema relevant in Zusammenhang mit der Gestaltung von Unternehmenskommunikation sowie mit der Realisierung von Enterprise 2.0 und der Frage, wie entsteht Wissensmanagement.

    Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Zusammenhänge müssen Hochschulen und Fraunhofers daraus ableiten. Hierzu haben wir leider zu wenig Zeit.

  • Stelten

    Hallo!
    Danke für den Text, aber gibt es auch eine wissenschaftliche Abhandlung zu dem Thema.
    Ich würde gern nähere Literaturhinweise zu der Entwicklung des Marketing und der Entwicklung weg vom Push- hin zum Pullmarketing.

    Freue mich auf Antworten!

    Stefan