Month: Februar 2007

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Jenseits von Weblogs

horizon2007.gif Angesichts der zunehmenden Diskussion um Weblogs und Wikis in den Unternehmen lohnt es sich, mal über den Zaun zu blicken. Was kommt denn aus den Hochschulen zukünftig auf die Unternehmen zu, welche Erwartungen werden zukünftige Mitarbeiter an die Formen der Weiterbildung und das Wissensmanagement in den Unternehmen haben?

Zum vierten Mal haben das “The NEW MEDIA CONSORTIUM” und die “EDUCAUSE Learning Initiative” mit dem “Horizon Report” die zukünftigen Trends und neue aufkommende Bildungstechnologien im Hochschulbereich identifiziert und beschrieben. Alleine schon die beschriebenen Trends beinhalten eine Menge an Herausforderungen, von Themen wie der Nutzbarmachung der kollektiven Intelligenz und der “Mass-Amateurization” bis hin zu den Barrieren in der akademischen Welt. Viel Optimismus beweisen die Autoren des Reports in ihren Prognosen bis wann welche Technologien genutzt werden:

  • “User-Created Content” und “Social Networking” im Zeitraum von einem Jahr.
  • “Mobile Phones” und “Virtual Worlds” im Zeitraum von zwei bis drei Jahren.
  • “The New Scholarship and Emerging Forms of Publication” und “Massively Multiplayer Educational Gaming” im Zeitraum von vier bis fünf Jahren.

Zukunftsmusik? Zukunftstrends nur für die Weiterbildung? Es ist lohnenswert, sich schon jetzt mit diesen Themen zu beschäftigen. Das New Media Consortium (NMC), ein Zusammenschluß von 200 Hochschulen, Museen und Unternehmen beschäftigt sich z.B. seit Anfang 2006 mit Second Life und hat dort den NMC Campus als Experimentier-Plattform eingerichtet. Das Video gibt einen guten Einblick wie Menschen auf dem NMC Campus in Second Life arbeiten und interagieren.


Corporate Blogging: Soll ich oder muss ich …

Corporate World Meet Web 2.0… als Unternehmen bloggen? Angesichts der Diffusionsgeschwindigkeit von Web 2.0, die doppelt so hoch ist wie im Web 1.0, stellen sich zur Zeit viele Unternehmen diese Frage.

Zehn Jahre Internet waren nötig, um endlich mehr als die Hälfte, nämlich ca. 60% der deutschen Bevölkerung zu Onlinern werden zu lassen. Laut einer aktuellen Studie des Markt- und Medienforschungsinstitutes result in Zusammenarbeit mit der Medienforschung des Südwestrundfunks gibt es inzwischen ca. 20% Web 2.0-Onliner und fast 60% davon sind schon überwiegend aktiv im Sinne von Mitgestalten, Produzieren, Social Networking und öffentlich Kommunizieren. Diese Zahlen sprechen für eine Veränderung von Verhaltensweisen im Internet, die man in den Unternehmen nicht ignorieren sollte. Zunächst trifft das zwar vor allem für den privaten Bereich zu, mangels adäquater Angebote in den Unternehmen ist der Trend im geschäftlichen Bereich daher noch zurückhaltend.
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Second Life als professionelles Werkzeug

Crescendo Design nutzt neben neben ihrem Internet-Auftritt und einen Weblog auch Second Life um Modelle von Häusern und aktuelle Design-Projekte vorzustellen. In der virtuellen Welt von Second Life habt Crescendo Design ein Studio eingerichtet in dem Showcases vorgestellt werden und wo Treffen stattfinden können:

“This studio is essentially our virtual conference room and 3D website. The Virtual Studio is also an educational model, which describes the value of several ‘green’ design features.”


Hier kann man weitere Animationen von Projekten finden.

[Update 21.02.2007] Welche Bedeutung Bildungseinrichtungen zukünftig in Second Life sehen kann man in diesem Beitrag auf centrestage.de aus einem Video erkennen.

[Update 22.02.2007] Mehr darüber Unternehmen wie Cisco, IBM, Reuters, Toyota, Dell, Sears und Adidas mit Second Life experimentieren kann man in diesem Artikel aus der InformationWeek erfahren. Eines der ersten grösseren Unternehmen in Deutschland, das mit Second Life als Marketing-Plattform experimentiert, ist EnBW. Auch Mercedes-Benz hat seine virtuelle Präsenz eröffnet.

[Update 29.03.2007] Hier auf centrestage.de findet man einen Überblick zu Banken in Second Life.

[Update 04.04.2007] Randstad experimentiert mit Bewerbungsgesprächen in Second Life. Mehr dazu in diesem Weblog-Beitrag.

[Update 05.04.2007] Ein gutes Whitepaper zum Thema “Second Life und Business in virtuellen Welten” von der Elephant Seven AG/Pixelpark AG. Auszug aus der Pressemitteilung:

“Die Attraktivität virtueller Welten liegt auf der Hand und wird auch zunehmend für Wirtschaftsunternehmen interessant. Doch handelt es sich bei Second Life um einen Web 2.0-Hype oder einen Trend, der sich auch mittelfristig einen relevanten Platz bei den großen Internetangeboten sichern wird? Wie sieht der heutige Markt aus und was sind die Wirkungsmechanismen der Plattform?”

[Update 06.04.2007] Eine Gallery of Early Adopters findet man hier.

[Update 05.05.2007] IBM Deutschland kündigt die Eröffnung eines Recruitment Centers in Second Life an.

The Machine is Us/ing Us

Michael Wesch ist Professor für digitale Völkerkunde. Für ein Seminar an der Kansas State University produzierte er ein kurzes, fünfminütiges Video, das erklären soll wie Web 2.0 funktioniert. Am 31. Januar stellt er das Video auf YouTube der Öffentlichkeit zur Verfügung. Eigentlich wollte er es nur ein paar Kollegen und Freunden zeigen, aber kurze Zeit später war es das am häufigsten nachgefragte Video in der Blogosphäre.


Update:
– Das Transkript dieses Web 2.0-Videos
– Eine Video-Version mit Kommentaren aus der Mojiti-Community
– Download einer höherauflösenden Version von “The Machine is Us/ing Us”
– Aktuelle Anzahl der Links auf dieses Video nach Technorati

Wer hat noch kein Web 2.0?

Poster_Web_2.0 Es scheint so, dass die Unternehmen sich in diesem Jahr ernsthaft mit dem Thema Web 2.0 beschäftigen müssen. Booz | Allen | Hamilton hat in einer Untersuchung in Deutschland, UK und den USA einen dringenden Bedarf für die Unternehmen festgestellt, Web 2.0-Ansätze auf die Interaktion mit und die Partizipation des Kunden anzuwenden. Ihre Botschaft an die Unternehmen lautet “Web 2.0 ist ein Massenphänomen geworden”:

– Alle Altersgruppen und beide Geschlechter nutzen Web 2.0.
– Web 2.0-Anwender teilen untereinander Informationen, ohne Bedenken im Hinblick auf die Privatsphäre.
– Web 2.0-Anwender vertrauen auf die Empfehlungen anonymer Anwender.
– Web 2.0 schafft sowohl Bedrohungen als auch Chancen für existierende Geschäftsmodelle.
– Web 2.0 hat eine kritische Masse erreicht, Unternehmen müssen sich nun auch an dem neuen Paradigma orientieren.

Tagging-Zukünftig nicht nur für die Early Adopter

Wortwolke Eine Befragung des “Pew Internet & American Life Project” hat sich zum ersten Mal mit dem Thema Tagging (oder “Gemeinschaftliches Indexieren“, wie es in der deutschen Ausgabe von Wikipedia bezeichnet wird) befasst. Tagging ist der Prozess der Kennzeichnung von Online-Inhalten und wird für Fotos genauso wie für Web-Lesezeichen, Produkte in einem E-Commerce-Portal oder Kompetenzprofile in einer Mitarbeiterdatenbank genutzt. Nach Tags kann man suchen, sie als Navigationswerkzeug in einer “Wortwolke” zusammenfassen oder als “Social Bookmarks” anderen zugänglich machen.

Da dies die erste Befragung zum Thema “Tagging” war können die Autoren noch nichts über eine wachsende Akzeptanz aussagen. Aber immerhin, 28% der befragten Internet-Nutzer haben schon einmal Online-Inhalte mit einem Tag versehen und 7% sind täglich aktiv. Diejenigen die “taggen” sind heute noch die sogenannten “Early Adopter”: unter 40 Jahren alt, mit einem überdurchschnittlichen Einkommen und einer überdurchschnittlichen Ausbildung.

In einem ergänzenden Interview zu den Befragungsergebnissen vergleicht David Weinberger vom Berkman Center for Internet & Society der Harvard University das “Tagging” mit älteren Methoden zum Organisieren von Informationen und gibt einen Ausblick auf Chancen und Risken.