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Aus unserem Corporate Blog

Enterprise 2.0: Was tun, wenn der erste Schwung vorbei ist?

Zunächst besteht viel Interesse an Enterprise 2.0, nach einer zunächst erfreulichen Entwicklung stagniert aber häufig die weitere Ausdehnung. Woran kann das liegen? Was kann man in einer solchen Situation tun? Mit möglichen Handlungskonzepten für die unternehmensweite Weiterentwicklung von Enterprise 2.0-Initiativen haben sich Enterprise 2.0-Praktiker in einem Workshop der Enterprise 2.0 Community, organisiert von n:sight Research, beschäftigt.

Als Ausgangssituation wurde ein Unternehmen angenommen, das die Pilotphase von Enterprise 2.0 überstanden und die initiale Einführungsphase hinter sich hat. Aber bei der unternehmensweite Nutzung in der Breite zunehmend schleppend vorankommt:

  • Die Einführung von Enterprise 2.0 wird nicht von allen Mitarbeitern in gleicher Weise angenommen.
  • Nach einer zunächst positiven Entwicklung stagniert die weitere Verbreitung.
  • Enterprise 2.0 macht sehr deutlich auf organisatorische Schwachstellen aufmerksam.
  • Es besteht die Herausforderung, die Veränderungen in Bezug auf neue Arbeitswelten, die Geschäftsprozesse und die Unternehmenskultur auf das ganze Unternehmen in einer systematischen Art und Weise auszudehnen.

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Empfehlungen zur Einführung von Enterprise Social Software

Bildnachweis: aboutpixel.de / 0201 | Arbeit. © Steve_ohne_SMichael Chung und Ayush Khanna, zwei Studenten der UC Berkeley School of Information, haben in einer lesenswerten Arbeit die Einführungsbarrieren von Enterprise Social Software analysiert und darauf aufbauend fünf Empfehlungen zur Einführung entwickelt. Dazu haben sie mehrere Fallstudien analysiert und eine Reihe von strukturierten Interviews mit Vertretern von Technologieanbietern und Systemhäusern sowie Verantwortlichen in Anwenderunternehmen geführt.

Hier ihre fünf Empfehlungen zur Einführung von Enterprise Social Software im Überblick.

Einen Meinungsmacher gewinnen

Der Meinungsmacher sollte nicht nur die Werkzeuge nutzen, sondern vor allem ein Verständnis dafür haben, wie diese Werkezuge für das Geschäft nutzbringend eingesetzt werden können. Der Meinungsmacher sollte als Person im Unternehmen bekannt sein, einen gewissen Seniorität-Status und ein gutes internes Netzwerk haben. Vorzugsweise kommt er nicht von der IT-Seite, sondern aus einem Fachbereich.

Anwendungsszenarios definieren

Enterprise Social Software ist keine “Plug-and-Play”-Lösung, die von der Stange gekauft und eingesetzt werden kann. Die Anwender brauchen einen guten Grund, das Potential von Enterprise Social Software abzurufen. Die Empfehlung lautet, gut ausgearbeitete Anwendungsszenarien als Basis für die Einführung zu nutzen. Alleine darauf zu warten, dass den Nutzern ein gutes Anwendungsszenario einfällt, wird als keine so gute Idee angesehen. Unsere Blaupausen für Social Business sind ein möglicher Ansatzpunkt für Überlegungen, wozu man Enterprise Social Software einsetzen kann.

Die Anwender verstehen

Die Empfehlung dazu lautet, sich bei der Einführung Gedanken über das Zielpublikum zu machen. Als Ansatz dafür wird eine Segmentierung nach unterschiedliche Faktoren wie Alter, Fachbereich, Kultur oder die geografische Verteilung im Unternehmens als nützlich angesehen. Vor diesem Hintergrund sollten dann vorrangig solche Anwendungsszenarien gewählt werden, die konkrete Schwachstellen in der Arbeitswelt beseitigen und die nicht im Widerspruch mit der aktuellen Kultur des Unternehmens stehen.

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Blaupausen für Social Business

Bildnachweis: © Scanrail – Fotolia.comDer SID/FIT Social Media Report 2010/11 der Software-Initiative Deutschland e.V. (SID) stellt fest, dass Social Media in der Geschäftswelt angekommen ist. Kaum jemand bestreitet heute noch ernsthaft, dass Social Media-Plattformen wie XING, Twitter, Facebook, LinkedIn, Wikipedia und YouTube auch für die Geschäftswelt relevant sind. Mehr aus einer internen Perspektive werden vielfältigen Formen von Social Software wie Microblogs, Wikis, Blogs, soziale Netzwerke usw. bereits in einer Vielzahl von Unternehmen eingesetzt. In der Studie “Social Software for Business Performance” vom Deloitte Center for the Edge werden fünf Fähigkeiten von Social Software als besonders bedeutsam herausgestellt:

  • Expertise im Unternehmen identifizieren
  • Kommunikation und Austausch über organisatorische Grenzen hinweg ermöglichen
  • Institutionelles Wissen inhaltlich und kontextbezogen sichern
  • Verteiltes Wissen nutzbar machen
  • Neue Chancen entdecken

Mit der zunehmenden Popularität von Social Software in den Unternehmen wurden und werden immer neue Einsatzfelder erschlossen. Für Führungskräfte wird dadurch die Akzeptanz von Social Software nicht unbedingt erleichtert. Nicht nur dass dieser Personengruppe normalerweise ein tiefergehendes inhaltliches Verständnis für diese Plattformen und Softwareanwendungen durch eigene praktische Erfahrungen fehlt, die vielfältigen Möglichkeiten der geschäftlichen Nutzung von Social Software erschweren eine performance-orientierte und kontextgerechte Entscheidung. Deswegen haben wir uns vom centrestage-Team entschieden, mit unserer aktuellen Studie der Frage nachzugehen, was Unternehmen und Organisationen mit Social Software eigentlich machen und wie reale Anwendungsszenarien aussehen.

Dazu haben wir vorhandene Einzelfallstudien sowie vielfältiges Fallmaterial zur Nutzung von Social Software von 205 Unternehmen in einem empirisch untermauerten Ansatz ausgewertet. Bei der Suche nach realen Anwendungsszenarien haben wir zunächst knapp über 50 Blaupausen identifiziert, die wir dann in zehn Einsatzfelder zusammenfasst haben.

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Kompetenzen für Social Media: Wir schulen nicht, wir lassen entdecken!

Bildnachweis: © illu24 – Fotolia.comSocial Media ist auf dem Sprung, immer breiter in die Arbeitswelt einzuziehen. Die innovativen Social Media-Tools sind auf dem Weg, zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand zu werden. Doch halt, nicht so schnell. Wie kommt es, dass selbst in Unternehmen, die sich mit der Beratung zu und Implementierung von Enterprise 2.0 und Social Business beschäftigen und in denen überwiegend jüngere Mitarbeiter arbeiten, diese Tools wenn überhaupt dann nur gelegentlich genutzt werden? Das hat etwas mit den Fertigkeiten, den Fähigkeiten und den Verhaltensmustern zu tun. Drei Gruppen können unterscheiden werden:

  • Die Social Media-Aktiven der ersten Stunde, die in den letzten 6 Jahren über “Learning-by-Doing” mit den unterschiedlichsten (und es waren wirklich viele) Tools experimentiert und dadurch “ihre” Tools für den Umgang mit dem Social Web gefunden haben. Sie sind in der Lage, durch die erworbenen Fertigkeiten im Umgang mit den Tools relativ zügig auch geschäftlich-orientierte Lösungen zu nutzen und haben typischerweise die Fähigkeiten und Verhaltensmuster, die erforderlich sind, um diese für die tägliche Arbeit zielgerichtet einzusetzen.
  • Die Digital Natives, deren Generation durch das Vorhandensein dieser Tools definiert ist. Die Fertigkeiten im Umgang damit wird man ihnen nicht absprechen können, aber es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, welcher Überzeugungsaufwand notwendig ist, diese Tools nicht nur im privaten Umfeld zu nutzen, sondern auch zielgerichtet für Lern- und Arbeitsprozesse einzusetzen.
  • Und dann gibt es die große Gruppe an Mitarbeitern, die nicht zu den Aktiven der ersten Stunde gehören und auch keine Digital Natives mehr sind. Wie vermittelt man denen die notwendigen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Verhaltensmuster für den Einsatz von Social Media? Man hat keine weiteren 6 Jahre Zeit in Eigeninitative zu lernen, wie man mit Social Media umgeht.

Ein Unternehmen, das von Social Media profitieren möchte, ist nicht gut beraten darauf zu vertrauen, dass sich die Mitarbeiter diese Medienkompetenz irgendwie beschaffen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass zunehmend die Frage gestellt wird, wie man diese Kompetenzen entwickeln kann. Und ob sich klassische Lernformen vom Präsenzunterricht bis hin zum E-Learning dazu überhaupt eignen.

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  • Gemeinsam mit unserem Partner Know How! AG stellen wir Ihnen am 31.1.2012 von 13:15 – 15:00 Uhr im Rahmen der Messe Learntec unser einmaliges Qualifizierungskonzept für Social Media vor.

    Gemeinsam diskutieren wir über diese Fragen: Wie sieht die neue Arbeitswelt 2.0 aus? Welche Qualifikationen müssen Mitarbeiter für das Enterprise 2.0 haben und erlernen?

    Sie können sich hier kostenlos anmelden und erhalten dann eine Eintrittskarte zur Veranstaltung auf dem Messegelände.

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  • Demokratisierung am Arbeitsplatz: nein, danke oder ja, bitte? Jacqueline Stuhler diskutiert mit Gernot Pflüger, Maren Hessler, Klaas Kersting und Joachim Niemeier die Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der Firma 2.0. Die komplette Talkrunde kann man hier online ansehen.

  • Jetzt auch als E-Book erhältlich.

    Zur Frankfurter Buchmesse erschien vom Bank-Verlag Medien das Buch zu “Web 2.0 und soziale Netzwerke – Risiko oder strategische Chance? Handlungsoptionen für die Zukunftsperspektive von Kreditinstituten” für 89,- Euro. Herausgeber ist Andreas Grahl. Das Buch ist an das Management von Kreditinstituten gerichtet. Darin erscheint auch ein Beitrag von Martina Göhring & Joachim Niemeier zum Thema “Anforderungen an Social Media in Banken auf dem Weg zum Enterprise 2.0.” Weitere Informationen zum Inhalt, den Autoren und weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Microsite Web 2.0 für Banken.

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  • Die Einführung von Enterprise Social Software im Unternehmen wird häufig nicht von allen Mitarbeitern und Geschäftsbereichen in gleicher Weise angenommen. Nach einer zunächst erfreulichen Entwicklung stagniert häufig die weitere Verbreitung im Unternehmen. Man erreicht nicht mehr so leicht weitere Mitarbeiter und die Akzeptanz für Neues ist sehr unterschiedlich.

    Joachim Niemeier präsentiert einem Webcast am 17. November 2011 die Ergebnisse des ersten Enterprise 2.0 Community-Workshops vom 12. Oktober 2011, bei dem dieses Thema diskutiert wurde. Dieser Webcast ist auch für Nichtmitglieder offen, die Anmeldung kann hier erfolgen.

    [Update] Blogbeitrag zum Vortrags “Handlungskonzepte für eine unternehmensweite Weiterentwicklung von Enterprise 2.0.-Initiativen”: (hier anschauen)

  • Wie werden wir morgen arbeiten?Die DNUG Herbstkonferenz 2011 findet dieses Jahr am 8. und 9. November in Bamberg statt. Am Vortag, den 7. November 2011, findet von 10:00 – 17:30 Uhr ein Praxisworkshop Einführungsstrategien für Social Software statt. Ziel des Workshops ist die Erarbeitung eines konkreten Vorgehensplans. Der Workshop wird von Peter Schütt, René Werth und Joachim Niemeier durchgeführt. Die Anmeldung zum Workshop kann hier erfolgen.

  • Am 7. November 2011 gibt das bwcon: Creative Think Net „Social Media“ Einblicke in die Praxis der vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen eines “Enterprise 2.0″. Martina Göhring hält den Impulsvortrag “Kompetenz für Enterprise 2.0: Fit für eine neue Arbeitskultur mit Social Media, Enterprise Collaboration und Social Business”. Die Anmeldung kann über das Online-Anmeldeformular erfolgen. Zum Vortrag gehen Sie bitte weiter auf

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  • IBM Social Business Jam CampAm 21. Oktober 2011, dem dritten Tag des IBM Social Business JamCamp vom 19. und 21. Oktober 2011 in Frankfurt/Main, behandeln Peter Schütt, René Werth und Joachim Niemeier in einem Workshop mit den Teilnehmern, wie man sich ganz praktisch im Unternehmen auf den Weg zum Social Business oder Enterprise 2.0 begibt. Hier geht es zur Anmeldung.

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